Nach der Schule ist vor dem Beruf Jugendliche werfen bei Argelith und Kesseböhmer „Blick hinter die Kulissen“

Produktionsleiter Manfred Eilers erläutert, wie aus schwarzem, braunem und weißem Granulat eine hochwertige Fliese entsteht. Foto: ArbeitgeberverbandProduktionsleiter Manfred Eilers erläutert, wie aus schwarzem, braunem und weißem Granulat eine hochwertige Fliese entsteht. Foto: Arbeitgeberverband
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Wehrendorf/Dahlinghausen. 26 Schülerinnen und Schüler nahmen an „Blick hinter die Kulissen“ teil, um sich näher über Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer unmittelbaren Umgebung zu informieren und mit Personalverantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Nach der Schule ist vor der beruflichen Karriere – und gerade der Ernst des Lebens sollte Spaß machen. Deshalb haben sich Argelith, Assmann BüromöbelL, Autohaus Weitkamp, Heinz Schwarz, Kesseböhmer, Schomäcker und VLO-Bus zusammengeschlossen, um Jugendlichen ab der Jahrgangsstufe 9 einen „Blick hinter die Kulissen“ zu ermöglichen. Der Industrielle Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (IAV) organisiert das Projekt gemeinsam mit den Firmen, damit sich die Nachwuchskräfte von morgen ein besseres Bild von ihrem Traumberuf sowie den Ausbildungschancen machen können.

Mit dem Titel „Blick hinter die Kulissen“ sind drei begleitete Bustouren zu den Unternehmen überschrieben. Bei der ersten Tour öffneten Argelith und Kesseböhmer ihre Türen und gaben Informationen in über immerhin 20 Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

Aufgeteilt in zwei Gruppen warfen Schülerinnen und Schüler bei Argelith einen „Blick hinter die Kulissen“. Foto: Arbeitgeberverband

Wie entstehen hochwertige Fliesen?

Ausgestattet mit Headsets und Warnwesten erkundeten die Jugendlichen zunächst die Firma Argelith in Wehrendorf. Mit sichtlichem Respekt vor den Maschinen, Walzen und Rollöfen folgten sie interessiert den Ausführungen des Produktionsleiters Manfred Eilers. Anschaulich erläuterte er anhand der einzelnen Produktionsabläufe, wie hochwertige, belastbare Fliesen entstehen. „Aus der unterschiedlichen Zusammensetzung von schwarzem, braunem und weißem Granulat werden die Fliesenfarben gemischt“, erklärte er. Ein autonom fahrendes Fahrzeug, das selbstständig ein Silo zur Rohstoffmischung abholte, ließ die Teilnehmer beeindruckt innehalten. Eine Besichtigung des Labors und des Grafikdesigns verdeutlichte, wie die Fliesen ihre Qualität und ihr Aussehen erhalten. „Eine Ausbildung bei uns bedeutet eine gute Zukunftsperspektive. Viele unserer Mitarbeiter haben vorher eine Ausbildung bei uns gemacht“, hob Anja Haarmann hervor.

Eigene Erfahrung weitergeben

Danach: Verschnaufpause für die Teilnehmer. Allerdings nur kurz. Auf dem Weg zu Kesseböhmer informierte Ekrem Burgucu, Fachkraft im Fahrbetrieb der VLO Bus GmbH über seine Ausbildung. Durch seine lockere Art zog Burgucu schnell die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf sich. „Seit Frühjahr bin ich ausgelernt. Ich stand also vor wenigen Jahren selber vor der Berufsentscheidung“, erklärte er den Schülern.

Qualität der Ausbildung wichtig

Bei Kesseböhmer nahmen Ausbildungsleiter Holger Meyer und Personalverantwortliche Sarah Schnittker die Jugendlichen in Empfang. „Die Qualität unserer Ausbildung ist uns sehr wichtig“, erläuterte Schnittker und stellte die vielfältigen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor. „Gut organisierte Ausbildungsabläufe, umfangreiche Prüfungsvorbereitungen und Weiterbildungsangebote sind für uns selbstverständlich“, führte sie weiter aus.  

Staunen über Roboterarme

In der Produktion staunten sie über die modernen Maschinen und Roboterarme. „Digitalisierung und Industrie 4.0 haben bei uns stark Einzug gehalten. Wir brauchen gut ausgebildete Facharbeiter, die diese modernen Maschinen bedienen, warten oder auch entwerfen und bauen können“, merkte Tobias Vinke, Ausbilder in der Lehrwerkstatt bei der Erkundung an.

Positive Resonanz

„Die Tour war toll“, bewertete eine Teilnehmerin das Projekt auf der Rückfahrt leicht ermattet. „Es war zwar ein langer Nachmittag, aber ich habe einen guten Einblick erhalten, welche Ausbildungsberufe in den Unternehmen angeboten werden“. Auch IAV-Bildungsreferentin Bernadette Grabowski, die die Schüler während der Tour begleitete, zeigte sich über die positive Resonanz zufrieden: „„Blick hinter die Kulissen“ hat sich als erfolgreiches Instrument bewährt, um zur beruflichen Orientierung junger Menschen beizutragen.“


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