Andreas Neumann parodiert Noch'n Gedicht von Heinz Erhardt in Stemwede

Holt Witz und Geist des unvergessenen Heinz Erhardt auf die Bühne: der Parodist Andreas Neumann. Foto: Carsten DauerHolt Witz und Geist des unvergessenen Heinz Erhardt auf die Bühne: der Parodist Andreas Neumann. Foto: Carsten Dauer

Stemwede-Wehdem. "Einer für alle – alle auf einmal" heißt das Programm, mit dem der unvergessene Heinz Erhardt und andere Komiker vom Parodisten Andreas Neumann auf die Bühne gebracht werden. Am Samstag, 21. September, in der Begegnungsstätte am Schulzentrum in Stemwede-Wehdem.

Große Komiker gibt es in Deutschland nicht so viele. Loriot, Karl Valentin natürlich, Otto, Hape Kerkeling – dann wird's schon dünner. Viele, über die wir heute lachen, müssen eher zu den Comedians gezählt werden oder dürfen sich zu den Kabarettisten zählen. Wer aber über jedes Genre und jeden Trend erhaben ist, ist Heinz Erhardt. 

Zwar sind seine Gedichte, Darbietungen, Auftritte und Filmrollen immer auch vor dem Geist des Wirtschaftswunders und der Betulichkeit der 50er und 60er Jahre zu sehen, dennoch wurde und wird er von Kritikern als zeitloser Poet geschätzt, der leider viel zu früh verstarb.

Seinen Witz auf der Bühne auferstehen lässt Andreas Neumann, und er macht das derart gekonnt, dass die  Erhardts Tochter, Grit Berthold, anerkennend bemerkt haben soll: ,,Als ich Andreas Neumann hörte, meinte ich, mein Vater lebt wieder." Wer also herzhaft über die pointierten Zitate des großartigen Humoristen lachen möchte und Sinniges, Hintersinniges, Ernstes und Urkomisches erleben möchte, der ist beim Heinz-Erhardt-Abend in Wehdem gut aufgehoben. 

In guter Gesellschaft

Obwohl Heinz Erhardt jede Menge zeitloser Sketche, Geschichten und Gedichte hinterlassen hat, mit denen sich mehrere Abende füllen ließen, wird Andreas Neumann auf der Bühne auch andere prominente Gäste präsentieren, denn als professioneller Parodist sollte man mehr als eine Stimme zur Verfügung haben. Für den Parodisten besonders "ergiebige" Persönlichkeiten wie Heinz Rühmann, Theo Lingen und Jürgen von Mangers legendärem Tegtmeier, leiht Neumann seine variationsreiche Stimme und das meist in einer Geschwindigkeit, dass man meinen möchte, man erlebe ein Gespräch mehrerer Personen.

Auch neuere Figuren leihen ihm ihre unverwechselbaren Eigenarten: Willi die Drohne, Diddi Hallervorden und das Ekel Alfred treten auch in Erscheinung. Als einzige Frau betritt Inge Meysel kurz die Bühne, um dann dem nuschelnden Hans Moser Platz zu machen. Es ist schon erstaunlich, wie Andreas Neumann es schafft, nicht nur die Stimme, sondern auch Gesten und Mimik der Altstars wiederzugeben. Einer für alle – alle auf einmal, so das Motto des Parodisten. 

Info: Einer für alle – alle auf einmal, Programm mit Andreas Neumann am Samstag, 21. September, um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) in der Begegnungsstätte Wehdem, Am Schulzentrum 10, in 32351 Stemwede; Eintritt im  Vorverkauf 18 Euro, an der Abendkasse 20 Euro. Reservierung per E-Mail an vvk@stemweder-kulturring.de, Telefon 05773-655 oder 05773-1282.


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