Termin am Montag, 19. August Erste Blutspendeaktion im DRK-Sozialzentrum Wittlage

Von Eckhard Grönemeyer

Rufen zur Teilnahme auf: DRK-Vorsitzender Josef Hoffschröer und DRK-Kreisgeschäftsführer Ulrich Sälter. Foto: Eckhard GrönemeyerRufen zur Teilnahme auf: DRK-Vorsitzender Josef Hoffschröer und DRK-Kreisgeschäftsführer Ulrich Sälter. Foto: Eckhard Grönemeyer

Wittlage. Der Bad Essener DRK-Ortsvereinsvorsitzende Dr. Josef Hoffschröer und DRK-Kreisgeschäftsführer Ulrich Sälter rufen zur Teilnahme an der Blutspende-Aktion am Montag, 19. August auf, die erstmals im Sozialzentrum in Wittlage, Burgstraße 193, stattfindet.

Die künftigen Blutspende-Termine finden im Herbst an den gewohnten Orten wie immer statt. Besonders richtet sich der Aufruf auch an jüngere Menschen und an Erstspender. Blutspenden werden dringend benötigt, um die akute Versorgung in den Kliniken sicherzustellen.

Ehrenamtliche Arbeit

Selten nutzt Josef Hoffschröer in seiner ehrenamtlichen Arbeit für das Deutsche Rote Kreuz den Hinweis, dass er im Hauptberuf niedergelassener Facharzt ist. In diesem Fall macht er jedoch eine Ausnahme. Aus seiner ärztlichen Tätigkeit weiß er, dass täglich im Durchschnitt in der Region rund 2300 Frischblutspenden in den Kliniken zur Rettung von Menschenleben benötigt werden. Dieser Bedarf wird jedoch in den Sommermonaten zu 20 Prozent nicht gedeckt.

Hoffschröer: „Blutspenden werden bei bestimmten Operationen oder im Rahmen der Krebstherapie, weil durch die Therapiemaßnahmen Körperzellen betroffen sind oder zerstört werden, dringend benötigt. Die eingelagerten Blutspenden sind nur für knapp acht Wochen verwertbar. Spenderblut kann nicht synthetisch im Labor hergestellt werden. Deshalb bitte ich insbesondere auch alle Erstspender neben Langzeitspendern sich an der Aktion am 19. August zu beteiligen.“

Während der Sommermonate ist die Bereitschaft sich als Spender zur Verfügung zu stellen oft geringer als in den Wintermonaten. Ursächlich die Hitze, die Urlaubsreisen und das Freizeitverhalten. Um die Beteiligung attraktiver zu machen, bietet der DRK-Ortsverein Bad Essen den Blutspendern bei dieser Sonderaktion ein Grillbüffet, kühle Getränke als Durstlöscher und als Höhepunkt Speiseeis aus der Eisdiele bzw. dem Eiswagen.

Anerkannte Heilmethode

Hoffschröer betont, dass das DRK sich auf die vielen Stamm-Blutspender seit Jahr und Tag verlassen kann, einige sind bereits im 73. Lebensjahr oder haben schon 150 Mal Blut gespendet. Nach der Statistik sind jedoch gerade die jüngeren Jahrgänge der unter 45-jährigen eher schwach vertreten. Diese Zielgruppe möchte Hoffschröer in den Focus nehmen und sie um die Teilnahme bitten. Der Körper produziert das entnommene Blut in kürzer Zeit neu, so dass der Blutwechsel durchaus auch für die Gesundheit des Spenders förderlich ist. In frühen Vorzeiten war der einstige Aderlass eine damals anerkannte Heilmethode.

Ab dem 18. Lebensjahr kann jeder Erwachsene nach einem kurzen Gesundheitscheck Blut spenden, Frauen vier Mal jährlich, Männer sechs Mal innerhalb von zwölf Monaten, jeweils mit einem Abstand von acht Wochen. Spender müssen einen amtlichen Lichtbildausweis mitbringen. Die Spender erhalten dann nach Auswertung der Spende einen internationalen Blutspender-Ausweis mit ihrer spezifischen Blutgruppe.

Solidarisch handeln

Blutspender sind Lebensretter, mit einer Spende kann unter Umständen bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. So verdanken Betroffene fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden, möglicherweise ihr Leben – und jeder kann irgendwann auf diese solidarische Hilfe angewiesen sein. Wer mehr über das Thema „Blutspende“ wissen möchte, dann die Webseite www.blutspende-nstob.de vom DRK-Blutspendedienst aufrufen. 

Der DRK-Ortsverein Bad Essen setzt auf das Motto: „Spender werben Spender“ und dass möglichst auch viele neue Blutspender zum Termin im DRK-Sozialzentrum Wittlage kommen werden.


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