105 junge Menschen verabschiedet Lob des Schulleiters für einen großartigen Jahrgang

Von Christa Bechtel

Der Projektchor 10. Klasse der Oberschule Bad Essen beeindruckte mit „Die Reise“ von Max Giesinger und einem Medley. Foto: Christa BechtelDer Projektchor 10. Klasse der Oberschule Bad Essen beeindruckte mit „Die Reise“ von Max Giesinger und einem Medley. Foto: Christa Bechtel

Bad Essen. Ein besonderes Ritual in der Oberschule Bad Essen ist im Rahmen der jährlichen Entlassungsfeier der traditionelle, festliche Einzug der Abschlussschülerinnen und –schüler in die Aula der Schule. So geschehen auch in diesem Jahr, sodass Oberschuldirektor Kurt Rieke meinte: „Es ist der Anfang einer Verabschiedungsprozedur, die das Ende eines ersten, wichtigen schulischen Abschnittes für junge Menschen besiegelt.“

Weiter stellte Rieke in seiner Ansprache heraus: „Es werden 102 Schüler die Schule mit folgenden Abschlüssen verlassen: Vier Abgangszeugnisse, zwei Förderschulabschlüsse Lernen, fünf Hauptschulabschlüsse nach Jahrgang neun, 21 Hauptschulabschlüsse nach der 10. Klasse, 28 Realschulabschlüsse und 42 erweiterte Realschulabschlüsse. Dieses Ergebnis wiederlegt alle jene, die der jungen Generation nichts zutrauen. Ihr seid ein großartiger Abschlussjahrgang.“ 

Schulelternratsvertreterin Claudia Nordsieck gratulierte den jungen Menschen im Namen aller Eltern. Foto: Christa Bechtel


"Danke" sagte der Direktor den Eltern, aber auch seinen Kollegen. Nach eigenen Willensbekundungen werden 42 Schüler eine Berufsfachschule bzw. eine Fach-Oberschule besuchen, 46 starten in eine Berufsausbildung und 14 streben eine gymnasiale Schulausbildung an. Rieke: „Ich fordere Euch auf, auf das Erreichte aufzubauen und einen aktiven positiven Beitrag in die Gesellschaft einzubringen.“ Rückblickend für die Entlassschüler verglich er mit seiner Stellvertreterin Nicole Tenorth die Schule als eine Art Baum- und Pflanzenschule und die Schüler als Pflanzen, was für manches Schmunzeln unter den Gästen sorgte. Am Ende wünschte das Duo den Jugendlichen viel Energie, Ausdauer, Stehvermögen, Freude und Neugierde.

Mut zum Einmischen  

Zum Abschluss und den großartigen Leistungen gratulierte Schulelternratsvertreterin Claudia Nordsieck im Namen aller Eltern den Abgangsschülern. „Wenn ihr über Steine auf Eurem neuen Weg stoßt, nehmt diese auf und baut eine Brücke daraus. So werdet ihr immer ein Stück weiter auf Eurem neuen Weg kommen“, so ihr erster Wunsch. Aber: „Bleibt neugierig auf alles Neue und steht dem positiv und ohne Vorurteile gegenüber. Habt den Mut, Euch einzumischen und Eure Meinung zu vertreten, übernehmt Verantwortung. Wir brauchen junge Menschen, die sich für die Gesellschaft stark machen und einsetzen.“

Die von Schulfördervereinsvertreterin Sandra Weber (5.v.l.) und stellvertretender Oberschuldirektorin Nicole Tenorth (rechts) ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler. Foto: Christa Bechtel


Neue Wege gehen

Wie jedes Jahr überreichte der Schulförderverein auch diesmal an einige Präsente für ihr besonderes soziales Engagement. Hier zeichnete Sandra Weber die Schüler Kassander La Spina (Klasse 10 a), Leyla Turnali (Klasse 10 b), Jana Goldstein (Klasse 10 c) und Martynas Lukas (Klasse 10 d) aus. Webers abschließender Wunsch: „Mut zur Veränderung, neue Brücken zu bauen, alte Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen.“ „Wir sind stolz auf jeden Einzelnen.“ Mit diesen Worten läutete stellvertretende Oberschuldirektorin Nicole Tenorth die Ehrung herausragender Schülerleistungen ein. Nämlich beste Zeugnisse des Schuljahres 2018/19. Dies waren aus der Klasse 10 a Simeon Eichwald mit einem Notendurchschnitt von 1,6, aus der Klasse 10 b Justin Kechler mit 1,4, aus der 10 c Tizian Thomas mit 1,7 und aus der 10 d Sulamitha Ruppel mit 1,4. 

Ratespiel und Chorgesang

Bevor die Zeugnisse ausgeteilt wurden, blickten im Namen der Schülerschaft Sophia Elsner, Sulamitha Ruppel und Leyla Turnali in ihrer Abschiedsrede auf ihre Einschulung 2009, den Schulwechsel 2013. „Wieder war alles neu, genauso wie in ein paar Wochen“, meinte das Trio, das weiter auf die letzten sechs Jahre schaute. Damit verbanden sie beispielsweise gemeinsame Ausflüge, Klassenfahrten, das 150-jährige Schuljubiläum, aber auch den Stress vor Prüfungen und Klausuren. „Und nach den Elternsprechtagen den Stress mit den Eltern, Schülern und Lehrern. Doch dieser Stress ist jetzt Geschichte“, sagten sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Am Ende war die Liste lang, denen die Drei ihren Dank aussprachen. 

Die Moderation während der Entlassungsfeier übernahm Susanne Gerigk. Das Rahmenprogramm gestalteten die Entlassschüler in ihren festlichen Roben selbst mit Musik, Tanz, einem lustigen Ratespiel sowie der Projektchor der Klasse 10 unter der Leitung von Gesa Tiemeyer und Anna Vollmer


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