40 Jahre am Standort Hüsede Wiehengebirgsklinik top mit Familiengefühl und Kompetenz

40 Jahre Paracelsus-Wiehengebirgsklinik. Felix Happel, Aufsichtsratsvorsitzender Paracelsus, zeigte sich begeistert vom Standort Bad Essen. Foto: Stefan Gelhot40 Jahre Paracelsus-Wiehengebirgsklinik. Felix Happel, Aufsichtsratsvorsitzender Paracelsus, zeigte sich begeistert vom Standort Bad Essen. Foto: Stefan Gelhot

Hüsede. Mit zahlreichen Gästen und einem Jubiläums-Symposium hat die Paracelsus-Wiehengebirgsklinik das 40-jährige Bestehen gefeiert. Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer hob in seinem Grußwort die Bedeutung von Gesundheitswirtschaft und Tourismus für den Standort Bad Essen hervor.

Dirk Wehmeier, Klinikmanager der Paracelsus-Kliniken in der Gemeinde Bad Essen, hatte zuvor zahlreiche Gäste begrüßt, darunter die frühere Besitzer-Familie Becker, ehemalige Chefärzte und Mitarbeiter sowie den früheren Bürgermeister Günter Harmeyer und den ehemaligen Gemeindedirektor Helmut Wilker.  

Der ehemalige Chefarzt Dr. Jürgen Loos erinnerte an die Anfänge, den 15. Mai 1979, als alles begann in der einstigen und seit Jahren leer stehenden Kurklinik Bad Hüsede. Loos dankte allen, dien zum Erfolg der Wiehengebirgsklinik durch gemeinsames Gestalten der Rehabilitation beigetragen haben.

Familiengefühl

Chefarzt Jacek Namyslowski unterstrich, der Mensch stehe in der Wiehengebirgsklinik im Mittelpunkt: „Ihn dürfen wir nie aus dem Blick verlieren“. Denn Medizin ohne Kultur verkomme zur Reparaturwerkstatt, Das dürfe nicht sein. Menschlichkeit müsse vielmehr groß geschrieben werden, auch und gerade in Zeiten rasanter Veränderungen.

Klinikmanager Dirk Wehmeier (links) und Chefarzt Jacek Namyslowski. Foto: Stefan Gelhot


Er beschrieb das Thema Sucht („Wir berauschen uns mit allem Möglichen auf der Suche nach Glück, nach Dopamin, das als Glückshormon gilt“) in vielen verschiedenen Facetten der modernen Konsumwelt, bevor Moderator Tobias Brockmann (Geschäftsbereichsleiter Rehabilitation der Paracelsus-Kliniken) das Wort an den Aufsichtsratsvorsitzenden der Paracelsus-Kliniken Deutschland, Felix Happel, übergab.

Happel wiederum hob das „Familiengefühl“ hervor, das er mit den Kliniken in Bad Essen und auch mit dem Ort Bad Essen selbst verbinde.

Der Auftrag bleibt

Der Aufsichtsratsvorsitzende betonte: „Unser Auftrag Menschen zu helfen, der wird Bestand haben. Hier ist ganz viel geschafft worden. Wir müssen nun sehen, dass wir auf Veränderungen zielgerichtet und mit Kompetenz und Visionen reagieren. Wir sind mit dem Neubeginn auf einem guten Wege. Wir können das, was in Bad Essen so gut funktionioert, doch auch anderswo anwenden. Und ich habe für mich selbst festgestellt: Mensch, ist das schön hier in Bad Essen und in Hüsede.“

Bürgermeister Timo Natemeyer hob die enorme Bedeutung von Gesundheitswirtschaft und Tourismus für den Standort Bad Essen hervor. Foto: Stefan Gelhot


Bürgermeister Timo Natemeyer verwies auf die Bedeutung der Themen Gesundheit und Tourismus: „1200 Arbeitsplätze gibt es in der Gemeinde in diesem Bereich, das ist ein Fünftel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Neben unserer starken mittelständischen Wirtschaft sorgen Gesundheitswirtschaft und damit auch die Paracelsus-Kliniken sowie das Neurozentrum Niedersachsen für Arbeitsplätze und Kaufkraft und dafür, dass das Gesamtpaket passt. Wir haben ein hochwertiges Gesundheitsangebot und eine wunderschöne Natur vor der Haustür.“

Medienwissenschaftler und Netzaktivist Geert Lovink aus Amsterdam sagte, in den digitalen Zentren und Denkfabriken wie dem Silicon Valley als einem der bedeutendsten Standorte der IT-Industrie würden mittlerweile genau so viel oder sogar mehr Verhaltenspsychologen beschäftigt als reine Techniker. Foto: Stefan Gelhot


 Medienwissenschaftler und Netzaktivist Geert Lovink aus Amsterdam lud anschließend zu einer Reise in die Welt des Internets mit bedenkenswerten Informationen, auch zur „programmierten Traurigkeit der sozialen Medien“ ein. Lovink sprach von einer Grauzone zwischen Abhängigkeit und Sucht bei allgegenwärtiger Smartphone-Nutzung und digitaler Permanenz. Für viele junge Menschen gebe es keinen Unterschied zwischen sozialen Medien und dem Alltag: „Das Netz ist für sie immer da.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN