Amercian Pale Ale zum Gartenfestival Warum Schloss Ippenburg mit Ippenbrew ein eigenes Craft-Bier hat

Philipp Dreißig präsentiert auf dem kommenden Gartenfestival auf Schloss Ippenburg sein Ippenbrew Craft-Bier. Foto: Bastian KlenkePhilipp Dreißig präsentiert auf dem kommenden Gartenfestival auf Schloss Ippenburg sein Ippenbrew Craft-Bier. Foto: Bastian Klenke

Osnabrück/Bad Essen. Das Schloss Ippenburg in Bad Essen hat ein eigenes Bier: das Ippenbrew. Bereits im vergangenen Jahr erzielte dieses American Pale Ale einen Achtungserfolg, nun kommt es zum Gartenfestival Mitte Juni wieder. In einem Gespräch mit unserer Redaktion erklärt der Schwiegersohn der Schlossherrin, wie er auf die Idee des eigenen Craft-Biers gekommen ist.

Philipp Dreißig ist hauptberuflich Filmproduzent in Berlin und hatte mit Bier eigentlich nichts zu tun. Bis zum vergangenen Sommer. Vor rund einem Jahr schuf er erstmals ein alternatives Bierangebot auf Schloss Ippenburg in Bad Essen. Auf dem Sommerfest 2018 bot er in der „Man Cave“, einem Kellerraum auf der Rückseite des Schlosses, verschiedene Craft-Biere an. Der 44-Jährige hatte allerdings mit mehr Zuspruch für das neue Angebot in der "Männerhöhle" gerechnet. „Vielleicht war der Keller doch zu versteckt“, resümiert Dreißig.

Dennoch entwickelte er gemeinsam mit seinem Freund Ollie Karhu die Idee für ein eigenes Bier. Karhu, ein gebürtiger Finne, unterstütze Dreißig nicht nur in der "Man Cave", sondern der leidenschaftlicher Ale- und Craft-Bier-Genießer steckte seinen Freund auch mit seinem Enthusiasmus an. So war für die beiden klar: "Wir produzieren ein eigenes Bier." Das Ippenbrew.

Zusammen mit den befreundeten Hobbybrauern Tuomas Järvinen und Radu Roman testeten sie verschiedene Rezepte, bis die vier sich schließlich auf ein American Pale Ale einigten, auf ein fruchtiges, hopfenbetontes Bier. „Das Bier sollte unbedingt allgemeintauglich sein“, erklärt Dreißig. 

Anschließend ging er auf die Suche nach einer passenden Brauerei. Diese sollte in der Lage sein, auch kleine Mengen zu produzieren. In Flessa Bräu in Berlin-Friedrichshain fand Dreißig die passende Produktionsstätte und so konnten Karhu und er mit 30 Kisten Ippenbrew zum Ippenburger Herbstfestival 2018 fahren.

Foto: Bastian Klenke

Bereits nach einem Tag ausverkauft

Am ersten Tag hielt sich das Besucherinteresse wetterbedingt noch in Grenzen. Doch am zweiten Tag des Herbstfestivals entwickelte sich das Ippenbrew, das statt in den Kellerräumen nun in der Remise des Schlosses angeboten wurde, zum Verkaufshit. Binnen eines Tages waren die 30 Kisten verkauft. Für Dreißig und Karhu stand damit fest: 2019 wird es wieder ein Ippenburger Craft-Bier geben.

Für das nun bevorstehende Gartenfest vom 20. bis 23. Juni hat Dreißig 120 Kisten Ippenbrew brauen lassen. 80 Kisten sind für das Festival eingeplant, und 40 Kisten stehen bereits in Ostercappeln, Bad Essen und Bohmte in den Einzelhandel.

Auch die Ippenburger Schlossherrin, Initiatorin des Gartenfestivals und Schwiegermutter von Dreißig, Viktoria Freifrau von dem Bussche, ist von dem zusätzlichen Angebot angetan. „Ich bin zwar überhaupt keine Biertrinkerin, aber ich finde das eine super Idee!“, sagt von dem Bussche.

Auf dem von Dreißig selbst gestalteten Etikett findet sich übrigens keine komplette Ansicht des Schlosses, sonders eine der vielen Türen des Haupthauses. „Wir wollten es schlicht halten“, erklärt er. „Und wer weiß: Wenn wir mal ein zweites Ippenbrew-Bier brauen, können wir dort eine weitere Tür verewigen.“

Foto: Bastian Klenke

Finnische Inspiration 

Der finnische Einfluss auf das Gartenfestival zeigt sich in diesem Jahr nicht nur beim Bier, sondern noch an einer anderen Stelle: Erstmals wird es auf dem Gelände einen Hobbyhorsing-Parcours geben. Auf selbstgebauten Steckenpferden können Kinder und Jugendliche eine kleinen Reitparcours bewältigen. In Finnland ist Hobbyhorsing bereits eine Trendsportart.  


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