Untersuchung nach Brand abgeschlossen LKA bestätigt: Drogenlabor in Pr. Oldendorfer Lagerhalle

Blick in die Lagerhalle nach dem Brand in Börninghausen. Dort wurde Drogen hergestellt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen. Archivfoto:NW/Joern Spreen-LedeburBlick in die Lagerhalle nach dem Brand in Börninghausen. Dort wurde Drogen hergestellt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen. Archivfoto:NW/Joern Spreen-Ledebur

Pr. Oldendorf. Bei dem Chemikalienfund in Pr. Oldendorf-Börninghausen handelt es sich um Drogen. Die Untersuchungen von Chemikern des LKA sind abgeschlossen und bestätigen die Annahme, dass die Stoffe der Herstellung von Amphetamin dienten. Das haben Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld Freitag mitgeteilt.

Die verdächtigen Substanzen, die nach einem Brand in einer Lagerhalle am 28. April in Pr. Oldendorf entdeckt worden sind, wurden inzwischen durch Chemiker des Landeskriminalamtes in Düsseldorf untersucht.

Danach ist davon auszugehen, dass in der Lagerhalle Amphetaminöl in großen Mengen hergestellt wurde. Hierbei handelt es sich um den Grundstoff für Amphetamin, welches auch als Speed oder Pep bekannt ist. Neben den für die Amphetaminherstellung erforderlichen Grundstoffen wurden auch die entsprechenden technischen Anlagen sowie Abfallprodukte der Amphetaminsynthese gefunden. Amphetamin gehört zur Gruppe der Stimulanzien. 

Herstellung ist strafbar

Die Herstellung ist strafbar nach dem Betäubungsmittelgesetz. "Wie viel Drogen bereits in der Halle produziert worden sind, lässt sich bislang nicht genau einschätzen, hierfür sind weitere Untersuchungen erforderlich", teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Die Ermittlungen werden in der Ermittlungskommission "Limberg" beim Polizeipräsidium Bielefeld geführt. Die Arbeiten der Spurensicherung in der Halle werden voraussichtlich in dieser Woche abgeschlossen sein. Ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamtes stellte fest, dass der Brand in der Lagerhalle mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vorsätzlich gelegt wurde. Die Lagerhalle wurde erst vor einigen Wochen durch bislang unbekannte Personen angemietet, die dort im März und April die Ausrüstung für die Drogenherstellung aufgebaut und auch in Betrieb genommen haben müssen.

Flüchtige Personen

Mindestens zwei Personen flüchteten bei Entdeckung des Brandes aus der Halle, einer soll eine Gasmaske getragen haben. Die Flüchtigen nutzten vermutlich einen silbernen Mercedes Vito mit niederländischen Kennzeichen.  Hinweise zu den flüchtigen Personen nimmt die Polizei Bielefeld (EK Limberg) unter der Telefonnummer 0521 5450 entgegen 


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