Theaterpremiere am 17. Mai Sumpf alltäglicher Verstrickungen in Bad Essen

Von Christa Bechtel

Die Lehrer Herr Ratzenauer  und Frau Erbach  sprechen mit ihren Schülern. Foto: Christa BechtelDie Lehrer Herr Ratzenauer und Frau Erbach sprechen mit ihren Schülern. Foto: Christa Bechtel

Bad Essen. In der Pausenhalle der Oberschule Bad Essen heißt es am Freitag, 17. Mai, 18 Uhr: Vorhang auf für die Zehntklässler des Wahlpflichtkurses (WPK) „Theater“. Denn an diesem Abend hat das Theaterstück „Eins auf die Fresse…“ von Rainer Hachfeld Premiere.

Wer diese verpasst hat, hat zur zweiten Aufführung am Freitag, 24. Mai, ebenfalls um 18 Uhr nochmals die Chance, spannende, lebensnahe, aber auch witzige Szenen der Schüler der Oberschule live mitzuerleben.

An beiden Theaterabenden wird die Schülerfirma für das Catering sorgen. „Ihr seid gut“, lobt gerade Theaterpädagogin Beate Feldkamp während einer Probe die jungen Nachwuchsschauspieler und freut sich sichtbar über deren intensiven Einsatz. „Die haben sich gerade voll angezickt und die Nerven liegen blank“, meint sie mit Blick auf die lange vierstündige Probe. Denn alles muss sitzen, wenn die Jugendlichen am 17. Mai das Stück auf die Bühne bringen.

Zum Inhalt: Die Geschichte beginnt am Grab eines Schülers, der sich aus Verzweiflung das Leben genommen hat. Das wird zum Mosaik der Verwicklungen aller Beteiligten. Denn Mitschüler, Lehrer und Eltern versuchen im Fall „Matze“ von der eigenen Verantwortung abzulenken. Erst als ein Neuer in die Klasse kommt, wird durch dessen Neugier und Gegenwehr ein Prozess in Gang gesetzt, der alle Beteiligten zwingt, sich mit dem Sumpf alltäglicher Verstrickungen auseinander zu setzten, in denen sie hineingeraten sind. Das Stück ist ab 12 Jahren geeignet.

Kontroverse Diskussion zwischen Lucky (Mitte), Lana und Minnie. Foto: Christa Bechtel


„Theater in der Schule bietet immer einen Ort, an dem die Schüler ein Stück sich selbst spielen können“, stellt Beate Feldkamp heraus, die selbst seit vielen Jahren auf diversen Bühnen steht. Das sei auch die besondere Chance von Theater: „Es hat immer mit dem wahren Leben zu tun. Und es geht nach außen, spricht den Zuschauer an, bringt ihn zum Nachdenken, provoziert ihn“, so die Theaterpädagogin, die weiter hervorhebt: „Das Stück hat nicht den Anspruch, eine allgemeingültige Lösung vorzuschlagen, sondern es regt an, sich in die unterschiedlichen Typen hineinzuversetzen.“

Kartenverkauf

Wer das Theaterstück gerne sehen möchte, kann sich in der Schule auf eine Gästeliste setzen lassen. Aber auch telefonische Anmeldungen unter Telefon 05472 2820 sind möglich. Außerdem gibt es Karten an der Abendkasse sowohl am 17., als auch am 24. Mai.


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