Vorführungen bis Oktober Die Bad Esener Mühlensaison beginnt Ostersonntag

Die Alte Wassermühle an der Bergstraße in Bad Essen. Ostersonntag beginnt die Mühlensaison 2019. Archivfoto: Helge HolzDie Alte Wassermühle an der Bergstraße in Bad Essen. Ostersonntag beginnt die Mühlensaison 2019. Archivfoto: Helge Holz

Bad Essen. Am kommenden Ostersonntag, 21. April, beginnt die Mühlensaison in Bad Essen. Bis Oktober ist die Wassermühle an der Bergstraße jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr in Betrieb.

Manfred Schulpius, Karl-Heinz Modrei und Thomas Bochniak – das sind die drei Bad Essener Wassermüller. Sie erklären die Technik und sorgen dafür, dass sich das Wasserrad dreht. Korn wird geschrotet, und Interessierte können auch in dieser Saison wieder das Mühlendiplom erwerben.

Die Mühle an der Bergstraße ist eine der wenigen, die die Zeiten überdauert haben. Wie funktioniert die Mühle? Die Wassermühle wird vom darüber liegenden Mühlenbach gespeist. Das Wasser des Stauteiches, des sogenannten Schwanenteichs, treibt das hölzerne Mühlrad an. Der Durchmesser beträgt fünf Meter.

Die alte Mühlstein steht im Eingangsbereich der Wassermühle. Archivfoto: Helge Holz


Im Inneren der Mühle befindet sich das Mahlwerk. Besucher können also zuschauen, wie das Getreide verarbeitet wird. Vor der Mühle steht der alte Mahlstein. Er wiegt 750 Kilogramm. Er ist vor einige Jahren durch ein neueres Exemplar ersetzt worden. Ein Vorteil der neuen Schrot- und Mahlsteine: Sie bieten seither die Möglichkeit, feines Vollkornmehl mahlen zu können. Die Wassermüller aus Bad Essen beteiligen sich in diesem Jahr übrigens wieder am bundesweiten Mühlentag. Termin ist jeweils der Pfingstmontag. In Bad Essen ist dann nicht nur die Mühle in Betrieb. Zusätzlich öffnet das kleine Café auf dem Mühlenboden.

Grundsätzlich werden drei verschiedene Mühlenarten unterscheiden. Bei Windmühlen liefert der Wind durch außen angebrachte Windräder die Antriebsenergie, und bei Wassermühlen wie in Bad Essen ist es das fließende Wasser. Außerdem gab es Mühlen, die mit Muskelkraft angetrieben wurden. Ochsen oder Esel sorgten für das Drehen des Mühlrads. Später übernahmen Motoren diese Aufgabe.


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