Schlüsselübergabe im Festzelt In Bad Essen gibt es betreute Wohngemeinschaften für Senioren

Gut lachen hatten alle bei der Schlüsselübergabe für das Projekt ambulant betreute Wohngemeinschaft und betreutes Wohnen. Im Bild von links: die Bauunternehmer Helmut Schnitker und Konstantin Schnitker und die Zibe-Geschäftsführer Martin Reutepöhler und Udo Hoffeld.  Foto: Karin KemperGut lachen hatten alle bei der Schlüsselübergabe für das Projekt ambulant betreute Wohngemeinschaft und betreutes Wohnen. Im Bild von links: die Bauunternehmer Helmut Schnitker und Konstantin Schnitker und die Zibe-Geschäftsführer Martin Reutepöhler und Udo Hoffeld. Foto: Karin Kemper

Bad Essen. "Große Baustellen neigen zu Unberechenbarkeit", meinte Udo Hoffeld, einer der beiden Geschäftsführer der Zuhause in Bad Essen gGmbh, als es am Samstag daranging, das 5-Millionen-Projekt offiziell zu eröffnen. Im Gegensatz zur Elbphilharmonie oder dem Flugplan Berlin wurde bei dem Projekt in Eielstädt der Kostenrahmen eingehalten.

"So gesehen hat die Firma Schnitker als Generalunternehmen alles falsch gemacht", so Hoffeld weiter. Er fügte hinzu, dass das Projekt "Ambulant betreute Wohngemeinschaft und betreutes Wohnen" genauso viel gekostet habe, wie vereinbart – von Sonderwünschen angesehen. Letztlich sei der Plan nach der Abrechnung gerade einmal um 4,5 Prozent überschritten worden. Hoffeld führte aus, dass alle Wohnen bereits bezogen seien und sich die Wohngemeinschaften füllten.

Im Rahmen des Budgets

Auch der Zeitplan klappte. Die Wohnungen waren am 1. Oktober 2018 fertig. Aber dann sei das Malheur mit dem Wasserschaden in der Wohngemeinschaft passiert. Vor der offiziellen Schlüsselübergabe sagte Bauunternehmer Konstantin Schnitker: "Wenn man einen Generalunternehmer hat, hat man auch den Verantwortlichen." Er lobte den guten Geist, der über dem Projekt gestanden habe. Haupt- und Ehrenamtliche hätten weise und vernünftige Entscheidungen getroffen. So sei ein funktionales Gebäude, dessen Kosten selbstverständlich im Rahmen des Budgets lägen, entstanden, in dem sich die Bewohner wohlfühlen könnten.

Ein Zwischenbau verbindet die beiden Wohngruppen. Foto: Karin Kemper


Gottes Segen als Fundament

Begonnen hatte das Programm zur Einweihung der beiden ambulant betreuten Wohngemeinschaften (für 18 Personen) und der betreuten Wohnungen mit einer Andacht, die Pastor Arnd Pagel hielt und die Martin Stindt musikalisch begleitete. Martin Reutepöhler, einer der beiden Geschäftsführer, sagte: "Heute ist ein Tag der Freude, weil alles fast fertig und trocken ist, weil die Angebote gut angenommen werden, weil gutes Wetter ist und so viele Leute gekommen sind." Der Geistliche verwies darauf, dass bereits die Psalmenschreiber gewusst hätten, dass kein Bauwerk ohne Gottes Segen als stabiles Fundament Bestand haben könne. Und zur Planung der neuen Gebäude am Gräfin-Else-Weg sei Inspiration nötig gewesen. Die Planer mussten sich vorstellen, wie ein Haus aussehen müsse, dessen verschiedene Wohnmöglichkeiten die Menschen brauchten.

Einen Wandschmuck übergab Pastor Arnd Pagel an Martin Reutepöhler. Foto: Karin Kemper


Hervorragende Infrastruktur

Der Bad Essener Bürgermeister Timo Natemeyer unterstrich, dass mit dem neuen Projekt ein weiterer Baustein zur hervorragenden Infrastruktur hinzukomme. Rund um das Altenheim Simeon und Hanna habe der Diakonieverein ein Quartier zum Leben im Alter geschaffen, das vielen Anforderungen gerecht werde.

Viele Mitarbeitende

Hartwig Krämer vom Diakonieverein, dem Träger des Altenzentrums, erinnerte daran, dass bei der Gründung des Vereins vor 40 Jahren niemand die Entwicklung ahnen konnte. Heute reiche das Spektrum von Altenwohnungen über Sozialstation und Tagespflege bis hin zum betreuten Wohnen, den ambulant betreuten Wohngemeinschaften bis zum Altenzentrum Simeon  und Hanna. Krämers besonders Gruß bei den mehr als 200 Teilnehmer der Feierstunde galt den vielen Mitarbeitenden, die die Angebote überhaupt erst möglich machten. Dank galt den Nachbarn für die Geduld, mit dem sie die Bauarbeiten ertragen hätten.

Gut beraten waren bei der Feierstunde im Festzelt alle, die auf die Schattenseite gewechselt waren. Und selbst dort war es sommerlich warm... Foto: Karin Kemper


Alltagsbegleiterin

Martin Reutepöhler sagte, dass der Begriff Quartier rund um das Projekt "Zuhause in Bad Essen – Zibe" nicht anderes bedeute als ein flächendeckendes Angebot. Zwischen betreutem Wohnen und stationärer Heimpflege habe eine große Lücke bestanden, die nun mit den ambulant betreuten Wohngemeinschaften geschlossen sei. Eine Alltagsbegleiterin sei vor Ort, aber möglichst viele Entscheidungen blieben der Mieterversammlung überlassen – vom Haushaltsgeld bis zum Speisenplan. Der Zibe-Geschäftsführer machte deutlich: "Es ist dringend erforderlich, in der Altenhilfe neue Wege zu gehen. Fachkräfte müssen gezielter eingesetzt werden."


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