Lob des Bürgermeisters SoVD Lintorf-Rabber zählt inzwischen 191 Mitglieder

Langjährige Mitglieder des SoVD-Ortsverbands Lintorf Rabber wurden in der Mitgliederversammlung in Wimmer ausgezeichnet. Im Bild (von links): Vorsitzende Bettina Kreitz, Hartwig Groß, Ingrid Höpfner, Friedhelm Stegemöller, Karl-Heinz Westerfeld und Marie-Luise Holsing. Foto: Karin KemperLangjährige Mitglieder des SoVD-Ortsverbands Lintorf Rabber wurden in der Mitgliederversammlung in Wimmer ausgezeichnet. Im Bild (von links): Vorsitzende Bettina Kreitz, Hartwig Groß, Ingrid Höpfner, Friedhelm Stegemöller, Karl-Heinz Westerfeld und Marie-Luise Holsing. Foto: Karin Kemper

Wimmer. Ihre Premiere als Vorsitzende des Ortsverbandes Lintorf-Rabber im Sozialverband SoVD, überstand Bettina Kreitz am Samstag im Gasthaus Böhning in Wimmer bestens. Für etwas Stress sorgte gegen Ende die Feststellung, dass sie die Ehrenurkunden für die langjährigen Mitglieder unterschreiben musste. Das ließ sich aber schnell nachholen.

Zu den Gästen der SoVD-Versammlung gehörte auch der Bad Essener Bürgermeister Timo Natemeyer. Er betonte: "Ich bin unglaublich stolz darauf, dass es in der Gemeinde so viele ehrenamtlich Tätige gibt." Der SoVD kümmere sich um die Themen der Zukunft wie Rente und Pflege. Unzufriedenheit der Bürger habe häufig mit Unsicherheit rund um diese beiden Punkte zu tun.

Seit Dezember 2018 im Amt

Was alles im SoVD Lintorf-Rabber geleistet wird, berichtete Bettina Kreitz, die seit Dezember 2018 Vorsitzende ist. Viel Arbeit machte das monatliche Verteilen der 120 Mitgliedszeitungen. Dank galt den Austrägern ebenso wie den Vorstandskollegen. Die Zahl der Mitglieder kann sich sehen lassen. Ende 2018 waren es 191 Personen – bei 11 Ab- und 6 Zugängen während des Jahres. Das Angebot des SoVD-Ortsverbandes reicht vom Pickertessen, über eine Tagesfahrt und das Grillen bis hin zur Mehrtagesfahrt in die Sächsische Schweiz. 

Den Kassenbericht erstattete Ilse Lömker. Heinz Balshüsemann berichtete als Revisor, dass es keinerlei Beanstandungen gegeben habe, Es beantragte die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Da war doch was...

Anschließend berichtete Arnd Köhler, Leiter der Sozialstation Wittlager Land, über Fragen rund um die Pflegeversicherung. Vorab forderte er die Zuhörer auf: "Merken Sie sich das alles nicht im Einzelnen. Sie sollten nur wissen, da war doch was..." Der Referent schlug den Bogen von der Gemeindeschwester, die sich früher neben der Großfamilie um Senioren kümmerte zur Sozialstation, die mehr leisten könne als Summe des Wissens der einzelnen.

Fünf Pflegegrade

Köhler erläuterte, dass die Pflegekasse beispielsweise für Unterstützung bei Körperpflege, Essen, Papierkram und Hauswirtschaft zuständig sei. Die Krankenkasse decke den Bereich der Verordnungen eines Arztes ab. Statt der Pflegestufen gebe es jetzt fünf Pflegegrade. Für die Einstufung dich den Medizinischen Dienst der Krankenkassen gebe es vier Kategorien von Selbstständigkeit bis Unselbstständigkeit. Neu sei, dass 40 Prozent der Gewichtung der Begutachtungen den seelischen Bereich umfassten. Der Referent unterstrich: "Eine Begutachtung macht Angst, Die Sozialstation kann einen anstehenden Termin begleiten." Er wies zudem darauf hin, dass die Zuschüsse für notwendige Umbaumaßnahmen rund um die Pflege drastisch erhöht worden seien.

Überforderung

Als größte Herausforderungen der Zukunft bezeichnete Köhler die demografische Entwicklung und die Überforderung der pflegenden Angehörigen. Statistiken besagten, dass rund 180.000 Personen aufhören wollten zu pflegen, weil sie nicht mehr könnten. Er forderte die Zuhörer auf: "Lassen Sie sich nicht überfordern. Suchen Sie rechtzeitig Kontakt zu den Helfern." Niemand solle nach Hause gehen und denken, dass alles negativ sei. Vielmehr wolle er Ideen vermitteln, wie Problemen begegnet werden könne. Neue Wohnformen könnten ebenso hilfreich sein wie Lang- und Kurzzeitpflege, Essen auf Rädern, eine gute Vernetzung, der Hausnotruf oder die offenen Mittagstisch von DRK in Wittlage, Tabita in Wehrendorf oder der Oase in Hüsede.

Für langjährige Mitgliedschaft sollten elf Personen aufgezeichnet werden. An fünf konnte Vorsitzende Bettina Kreitz Urkunde, Nadel und Blumen übergeben: Friedhelm Stegemöller (25 Jahre), Marie Luise Holsing, Karl-Heinz Westerfeld, Ingrid Höpfner und Hartwig Groß (jeweils 10 Jahre).




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