Konkurrenz aus dem Silicon Valley Vortrag über autonomes Fahren in Bad Essen

Von Christa Bechtel

Ein autonom fahrender Bus fährt über ein Testgelände. eingesetzt werden können. Foto: Carsten Rehder/dpaEin autonom fahrender Bus fährt über ein Testgelände. eingesetzt werden können. Foto: Carsten Rehder/dpa

Bad Essen. Am Dienstag, 26. März, 20 Uhr, lädt der Lions Club Bad Essen Lea Wiehengebirge zu einem Vortrag mit Prof. Dr. Volker Lüdemann in den Veranstaltungssaal der Firma BauKing, Essener Straße 18-20 (erste Etage) nach Bad Essen ein. Dort wird der gebürtige Hagener zum Thema „Selbst fahrende Autos und warum Google, Apple und Co. plötzlich Autos lieben“ referieren.

Volker Lüdemann ist Jurist und Hochschulprofessor. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Niedersächsischen Datenschutzzentrums an der Hochschule Osnabrück. Sein Spezialgebiet sind rechtliche und ethische Fragen der Digitalisierung. Im Vordergrund stehen das autonome Fahren, Connected car, Smart Home und E-Health.

In Bad Essen wird der Referent der Frage nachgehen, warum sich amerikanische Digitalkonzerne wie Google und Apple für das selbst fahrende Auto so sehr interessieren und vor welchen Herausforderungen die deutsche Autoindustrie durch die neue Konkurrenz aus dem Silicon Valley steht. Weiter wird Volker Lüdemann erklären, warum die selbst fahrenden Autos auch als Datenquelle für die Unternehmen attraktiv sind und wie moderner Datenschutz vor diesem Hintergrund aussehen könnte.  

Der Referent Volker Lüdemann. Foto: Uwe Lewandowski


Denn es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass moderne Autos zahlreiche Daten erheben, die im und um das Fahrzeug herum anfallen. In regelmäßigen Abständen werden Datenpakete an den Fahrzeughersteller gesandt. Bis zu 200 Sensoren sind es laut ADAC, die große Datenmengen sammeln können. Den stillen Versand an den Hersteller ermöglichen SIM-Karten, die im Fahrzeug verbaut werden und seit Einführen des automatischen Notrufsystems „eCall“ bei Neuwagen vorgeschrieben sind.

Radikale Lösung

Der Internet-Riese Google, der seit 2009 an selbst fahrenden Autos arbeitet, entschied sich für eine radikale Lösung: Die zukünftigen Google-Autos sollen ganz ohne Pedale und Lenkrad auskommen und die Kontrolle komplett beim Computer liegen. Auch die deutsche Autoindustrie forscht mit Hochdruck zu der Technik für selbst fahrende Autos. Demnach stammen 52 Prozent der weltweit angemeldeten Patente zum autonomen Fahren von deutschen Herstellern. Weltweit führend sind die drei deutschen Unternehmen Bosch, Audi und Continental.

Somit können sich alle Interessierten am 26. März auf einen spannenden, interessanten Vortrag freuen, den man nicht verpassen sollte. Der Eintritt kostet 10 Euro; den Erlös werden die Lions Frauen für das Frauenhaus sowie für die Telefonseelsorge Osnabrück spenden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN