Wechsel beim Gewerbeverein Gute Werte für "Vitale Einkaufsstadt Bad Essen"

Von Cornelia Müller

Der Vorstand des Gewerbevereins mit Regionalmanager Karsten Perkuhn. Stehend, v. l.: Heinrich Spethmann (Kassenwart), Tanja Titgemeyer (2. stellvertretende Vorsitzende), Heiko Hiese (1. stellvertretender Vorsitzender), Karsten Perkuhn. Sitzend, v. l.: Jens Strebe (1. Vorsitzender), Stefani Natemeyer (Geschäftsführerin) sowie Carsten Meyer. Foto: Cornelia MüllerDer Vorstand des Gewerbevereins mit Regionalmanager Karsten Perkuhn. Stehend, v. l.: Heinrich Spethmann (Kassenwart), Tanja Titgemeyer (2. stellvertretende Vorsitzende), Heiko Hiese (1. stellvertretender Vorsitzender), Karsten Perkuhn. Sitzend, v. l.: Jens Strebe (1. Vorsitzender), Stefani Natemeyer (Geschäftsführerin) sowie Carsten Meyer. Foto: Cornelia Müller

Bad Essen. Der Gewerbeverein beschäftigte sich auf seiner Jahresversammlung auch mit dem Thema Barrierefreiheit. Einen Wechsel gab es an der Spitze: Jens Strebe löst Michael Kleine-Heitmeyer als Vorsitzender ab

Auf der Jahresversammlung im Hotel Höger  stellte sich der bisherige 1. Vorsitzende Michael Kleine-Heitmeyer nicht noch einmal zur Wahl – aus persönlichen und rein privaten Gründen, wie er betonte: „Die Entscheidung hat weder mit dem Vorstand, noch mit den Mitgliedern, noch mit dem Gewerbeverein etwas zu tun. Es hat mir in den vergangenen sechs Jahren unheimlich viel Freude gemacht, mit dem Team zusammenzuarbeiten“, sagte er.

Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Jens Strebe, bisher Mitglied des erweiterten Vorstands. Er freue sich darauf, künftig „Stimme und Gesicht des Gewerbevereins“ zu sein und zusammen mit den Gewerbetreibenden „Dinge zu entwickeln“, sagte Strebe. Die übrigen Vorstandsposten blieben fast unverändert, ausgenommen einen Ämtertausch der beiden stellvertretenden Vorsitzenden. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Bad-Essen-Gutscheine

Sowohl der Rückblick auf das Veranstaltungsjahr 2018 von Geschäftsführerin Stefani Natemeyer als auch der Bericht des Kassenwarts Heinrich Spethmann fielen positiv aus. Die Mitgliederzahl sei mit aktuell 97 gegenüber 102 Mitgliedern Ende 2017 fast konstant geblieben. Die Veranstaltungen (Weihnachtsmarkt, „Himmel und Erde“, Einkaufsfrühling), die offenen Sonntage und die Bad-Essen-Gutscheine des Gewerbevereins seien gut angenommen worden.

Dass die Bemühungen der Gewerbetreibenden um eine attraktive Innenstadt offensichtlich auf fruchtbaren Boden fallen, bestätigte auch die zum dritten Mal durchgeführte Studie „Vitale Innenstädte 2018“ des Instituts für Handelsforschung (IHF) Köln. Ende September hatte das IHF in Bad Essen an zwei Tagen Umfragen unter Passanten durchgeführt. Die Auswertung habe gezeigt, dass in Bad Essen „alles im grünen Bereich“ sei, stellte Jens Strebe die Ergebnisse kurz vor.

Gastronomische Angebot

Die überwiegende Anzahl der Befragten bewertete die Attraktivität der Innenstadt mit der Schulnote 1 oder 2. Mit einer Durchschnittsnote von 2,0 konnte sich Bad Essen gegenüber 2016 noch einmal um 0,1 verbessern. Als besonderes Highlight wurde das gastronomische Angebot wahrgenommen, auch das Einzelhandelsangebot wurde als gut empfunden. Auf die Frage, ob sich das eigene Einkaufsverhalten in der Innenstadt durch die Möglichkeit, online einkaufen zu können, in den letzten zwei Jahren geändert habe, antworteten nur 6 Prozent der Befragten in Bad Essen mit ja – in der Vergleichsgruppe aus 21 Städten mit bis zu 25.000 Einwohnern lag der Anteil bei 16 Prozent. Strebes Fazit: „Alles richtig gemacht. Handel und Gewerbe in Bad Essen sind heute schon gut aufgestellt. Offene Sonntage, Gutscheine, die Freundlichkeit, das Ambiente – das zählt alles dazu.“

Die Barrierefreiheit

Was außerdem noch zu einem lebendigen Ort gehöre, sei Barrierefreiheit, hob Karsten Perkuhn, für das Wittlager Land zuständiger Regionalmanager, hervor. Treppen, Stolperkanten, schmale Türen seien Hindernisse, durch die bestimmten Bevölkerungsgruppen die Teilhabe am sozialen Leben und eben auch das Einkaufen erschwert werde. Dazu gehörten nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern beispielsweise auch Sehbehinderte, ältere Menschen, die mit einem Rollator unterwegs sind oder junge Familien mit Kinderwagen. Durch den demografischen Wandel werde der Bedarf eines barrierefreien Angebotes noch weiter steigen. Einige Gewerbetreibende hätten bereits begonnen, sich damit auseinanderzusetzen.

Fragebogen entwickelt

Das Regionalmanagement hat jetzt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Essen und dem Gewerbeverein einen Fragebogen entwickelt, der dazu beitragen soll, Barrieren abzubauen. Er richtet sich an alle Gewerbetreibenden im Ortskern von Bad Essen mit Kunden-/Patientenverkehr. Sie werden unter anderem danach befragt, ob sie von ihren Kunden/Patienten bereits auf das Thema Barrierefreiheit angesprochen wurden, welche Angebote in ihren Ladenlokalen zur Verfügung stehen (z. B. Rollstuhlrampe, Aufzug, Lieferservice) oder aus welchen Gründen bestimmte Angebote nicht vorgehalten werden können. 


Der neue Vorstand

Der Vorstand des Gewerbevereins Bad Essen für die kommenden zwei Jahre besteht aus Jens Strebe (1. Vorsitzender), Heiko Hiese (1. stellvertretender Vorsitzender), Tanja Titgemeyer (2. stellvertretende Vorsitzende), Heinrich Spethmann (Kassenwart) und Carsten Meyer (Schriftführer).

Erweiterter Vorstand: Liane Bendrich, Ute Heisinger, Claudia Himmelstoß, Nicole Koch, Oliver Mewes, Andreas Paul und Carsten Rose. 

Geschäftsführerin: Stefani Natemeyer 

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