Skulpturen aus Fundstücken Kunst von Hiltrud Schäfer und Wilfried Bohne im Schafstall Bad Essen

Von Christa Bechtel

Köpfe und Glieder aus einer stillgelegten Puppenmanufaktur zeigt Hiltrud Schäfer in Skulpturen. Foto: Luisa DahmenKöpfe und Glieder aus einer stillgelegten Puppenmanufaktur zeigt Hiltrud Schäfer in Skulpturen. Foto: Luisa Dahmen

Bad Essen. Unter dem Titel „Langsam anwachsende Gespräche“ lädt der Kunst- und Museumskreis Bad Essen am Freitag, 8. März, um 20 Uhr zur ersten Ausstellung in 2019 in den Schafstall an der Bergstraße nach Bad Essen ein. Hiltrud Schäfer und Wilfried Bohne werden Skulpturen, Malerei und Künstlerbücher präsentieren.

Beiden Künstlern gemeinsam ist unter anderem die Arbeit mit und auf Papier, das Sammeln von Fundstücken jeder Art, die in ihre Kunst einfließen. Bei Hiltrud Schäfer entstehen mit den Fundstücken beispielsweise kleine Skulpturen und Wandinstallationen, bei Wilfried Bohne finden sich „Papierfundstücke“ in lebendigen farbigen Collagen wieder. Immer wieder entstehen auch gemeinsame Arbeiten, Installationen, dialogische Arbeiten. Trotz einer Annäherung an die Kunst des Partners haben beide ihre ganz eigene unverwechselbare Formensprache gefunden und auch in der Partnerschaft bewahrt.

Poetische Bildgeschichten

In Bad Essen zeigt Hiltrud Schäfer Arbeiten wie Skulpturen aus Fundstücken – Köpfe und Glieder aus einer stillgelegten Puppenmanufaktur, die den Betrachter mit ihren verschiedenen Bedeutungsebenen zu vielfältigen Assoziationen anregen können. Wilfried Bohne präsentiert neben seinen Künstlerbüchern und Malereien Collagen, kleine ungewöhnliche poetische Bildgeschichten, bei denen die Besucher der Ausstellung in einen Kosmos von Formen, Geschichten und Gestalten eintauchen können.

Künstlerin Hiltrud Schäfer

Hiltrud Schäfer ist in Bad Essen keine Unbekannte. Bereits 1988 und 2006/07 waren ihre Objekte und Installationen im Schafstall zu sehen. Für Wilfried Bohne ist es die erste Ausstellung in Bad Essen.

Der Schafstall ist an der Bergstraße 31 in Bad Essen. Foto: Rainer Westendorf


Seit 1986 arbeitet Hiltrud Schäfer als Lehrbeauftragte für Textilgestaltung an der Universität Osnabrück. Schwerpunkt dieser Tätigkeit ist die Papierschöpftechnik, die sie 1995 im Rahmen einer Studienreise nach Japan erweiterte. Die Künstlerin kann auf zahlreiche Ausstellungen und Kunstpreise im In- und Ausland zurückblicken, unter anderem in Frankreich, Spanien, Australien, Kanada, Israel, Japan oder Vereinigte Emirate (Abu Dhabi).

Künstler Wilfried Bohne

Wilfried Bohne absolvierte nach einer Schriftsetzer-Lehre ein Grafik-Studium. Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Künstler (Zeichner, Maler, Holzschneider) und übernimmt die Konzeption und Leitung von Schulprojekten und Workshops. Auch er kann auf zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zurückblicken. Wilfried Bohne wurde 2018, Hiltrud Schäfer 2017 für den Kunstpreis Osnabrück nominiert, der von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur zusammen mit dem Museums- und Kunstverein Osnabrück verliehen wird.

Ausstellung bis zum 28. April

Die Einführung in die Ausstellung übernimmt die Kunsthistorikerin Dr. Susanne Tauss. Für den musikalischen Rahmen sorgt das JOOB-Duo - Julia Ogrodnik (Saxophon) und Oskar Ogrodnik (Klavier). Nach der Vernissage kann die Schau bis zum 28. April donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr besucht werden. 


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