Hobelbank als Frisiertisch Eine Familie und die Haare: Pluntkes starteten als mobiler Service

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Im Friseursalon arbeiten (vordere Reihe) Regina Barner, Katja Keskin, (hintere Reihe von links) Nina Schlüter, Jana Regel, Döndügül Kivrak, Inhaberin Tina Pluntke, Tanja Heuer, Petra Pluntke. Foto: Jana HenschenIm Friseursalon arbeiten (vordere Reihe) Regina Barner, Katja Keskin, (hintere Reihe von links) Nina Schlüter, Jana Regel, Döndügül Kivrak, Inhaberin Tina Pluntke, Tanja Heuer, Petra Pluntke. Foto: Jana Henschen

Preußisch Oldendorf. Seit 1949 schneidet Familie Pluntke den Leuten in und um Preußisch Oldendorf die Haare. Angefangen hat alles mit dem Großvater von Tina Pluntke. Die 42-jährige Inhaberin hat das Geschäft an der Bremer Straße jetzt geschlossen, dafür den Salon an der Spiegelstraße deutlich vergrößert.

Günther Pluntke ist in Breslau geboren und fand nach dem Zweiten Weltkrieg seine neue Heimat zunächst in Wimmer und dann in Pr. Oldendorf. Anfangs hatte er noch keinen Salon und fuhr mit seinem Moped über das Land und schnitt den Landsleuten von Wimmer über Harlinghausen bis Pr. Oldendorf die Haare.

Das Bild zeigt den Friseursalon Pluntke an der Realschule in Pr. Oldendorf. Foto: Jana Henschen

Am 6. Juli 1949 eröffnete er seinen ersten Salon an der Realschule. Damals standen vor allem die großen Hauben für die Dauerwellen im Salon.

Sieben Jahre später zog er mit dem Salon an die Bremer Straße und 2000 eröffnete sein Sohn Wolfgang, der das Geschäft übernommen hatte, dann einen zweiten Salon an der Spiegelstraße.

Foto: Jana Henschen

Leeres Gebäude nebenan weg

In diesem Jahr steht der nächste Wechsel an: Am Samstag ist die offizielle Eröffnung des vergrößerten rund 160 Quadratmeter großen Salons an der Spiegelstraße 5 in Preußisch Oldendorf. Neu ist der Salon an der Spiegelstraße nicht, schließlich wurde er im Jahr 2000 eröffnet, aber neu sind etwa die Hälfte der Räumlichkeiten.

Im vergangenen Juni begannen die Pluntkes die Renovierung des nebenan leer stehenden Ladens, in dem vorher unter anderem ein Sonnenstudio und eine Spielhalle waren. Sie brachen die Wand durch und vergrößerten so den vorherigen Salon. Heute stehen hier 15 Frisierplätze, vier Waschbecken und zahlreiche Kosmetikartikel.

Holzskulpturen im Innenraum

Inhaberin Tina Pluntke freut sich über die Vergrößerung und darüber, dass nicht mehr ein leeres Gebäude nebenan stehe, sondern der Platz jetzt schöner sei. Drinnen ist sie beim Mobiliar kreativ geworden. Unter der Glasplatte eines Frisiertischs steht eine alte Tischlerhobelbank. Holzskulpturen ihres Vaters, der nicht mehr als Friseur arbeitet, aber hobbymäßig schnitzt, sind in dem Salon ausgestellt.

Foto: Jana Henschen

Den zweiten Salon an der Bremer Straße hat sie im November 2018 geschlossen und ihr Personal in den Salon gegenüber der Kirche geholt. Während vorher in dem einen Salon mit und dem anderen ohne Anmeldung die Haare geschnitten wurden, können Kunden nun sowohl mit als auch ohne Anmeldung kommen.


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