Polizei verurteilt Panikmache Nichts dran an den Whatsapp-Gerüchten über eine Schießerei in Rabber

Symbolfoto: Michael GründelSymbolfoto: Michael Gründel

Rabber. Über Whatsapp wurde am Sonntag gegen 19 Uhr schnell die Nachricht einer Schießerei in Rabber verbreitet. Tatsächlich gab es nichts dergleichen. Ein stark alkoholisierter Mann erfand die Nachricht. Die Polizei verurteilt die Verbreitung von ungefilterten Nachrichten und verurteilt die Panikmache und Angst.

Was war geschehen? Wie die Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, erhielt die Leitstelle am Sonntagabend um 19 Uhr einen Anruf. Der 41-jährige Mann sprach von einer Schießerei, einem Toten und vier Verletzten. Daraufhin rückten elf Streifenwagen und ein Rettungswagen aus.

Anzeige wegen Vortäuschen einer Straftat

In der Obdachlosenunterkunft an der Buerschen Straße 53 in Rabber fanden die Polizisten einen stark alkoholisierten Mann, der in seinem Zimmer randaliert hatte. Es gab keinen Verletzten. Die Polizisten durchsuchten die Unterkunft, fanden aber auch keine Schusswaffe.

Gegen den 41-Jährigen wird nun wegen des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Er wurde am Abend noch in ein psychiatrisches Krankenhaus in Osnabrück gebracht.

Keine Angst schüren

Die Polizei warnt vor der Verbreitung von ungefilterten Nachrichten. Über Whatsapp wurde schnell die "Nachricht" von einer Schießerei herumgeschickt. "Das ist Panikmache ohne Substanz. Da werden Unsicherheiten und Angst geschürt. Keiner überprüft den Wahrheitsgehalt", sagte Anke Hamker, Pressesprecherin der Polizei Osnabrück. "Man soll bitte sensibel damit umgehen. Die Angst und das Sicherheitsgefühl der Menschen sind nicht zu unterschätzen."

Man solle die Fachkräfte die Angelegenheiten klären lassen. Die Polizei geht täglich dergleichen Informationen nach und setzt wie in diesem Fall alle Kräfte in Gang.


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