Kein gemeinsames Vorgehen Bohmter Ratsmehrheit gegen jedwede B 65-Trassenführung

Die Ratsmehrheit in Bohmte lehnt jede neue Trasse der B 65 auf Bohmter Gemeindegebiet ab. Die Chancen für eine Ortsumfahrung in Wehrendorf sind damit nicht gestiegen. Foto: Oliver Krato


foto: oliver kratoDie Ratsmehrheit in Bohmte lehnt jede neue Trasse der B 65 auf Bohmter Gemeindegebiet ab. Die Chancen für eine Ortsumfahrung in Wehrendorf sind damit nicht gestiegen. Foto: Oliver Krato foto: oliver krato

Bohmte. Durch den im Dezember gefassten Beschluss im Bohmter Gemeinderat, "Nein" zu jedweder Neutrassierung der B 65 auf Bohmter Gemeindegebiet zu sagen, sind die Chancen für eine Lösung der Verkehrsproblematik in Wehrendorf nicht gestiegen. Im Gegenteil.

Wehrendorf stöhnt seit Jahren angesichts der Blechkarawane, die sich tagtäglich durch den Ort wälzt, auch aus Bohmte. Mit dem Bohmter Votum, das aufgrund eines gemeinsames Antrags von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der (bisherigen) Gruppe Die Linke/Berg mit 17:13 Stimmen gefasst wurde und dem sich lediglich die CDU nicht anschloss, scheint Wehrendorf außen vor.

Während der jüngsten Versammlung der Initiative "Stoppt die B 65 neu" in Bad Essen hatte  Kreisrat Dr. Winfried Wilkens betont, die Position des Landkreises sei unverändert: Die Meldelinie und jede Art der Komplettverlegung der B 65 werde weiter abgelehnt, eine Ortsumgehung für Wehrendorf werde jedoch begrüßt. Östlich von Wehrendorf sei zu klären, wo überhaupt Ausbaubedarf bestehe – aber ausgehend von der Bestands-Trasse, nicht von der Meldelinie.

Nicht leichter für Wehrendorf

Bohmtes Bürgermeister Klaus Goedejohann unterstrich im Gespräch mit unserer Redaktion, dass durch den Ratsbeschluss, der eine Trassenführung über das Gebiet der Gemeinde Bohmte von vornherein ausschließt, "sicherlich auch für eine kleinteilige Ortsumfahrung der Ortschaft Wehrendorf nicht leichter wird, eine Trassenführung zu finden."

Klaus Goedejohann betont weiter: "Ich hätte mir gewünscht, dass ein kategorischer Ausschluss jedweder Begleitung einer voraussichtlich 2022 beginnenden Planung durch die Gemeinde Bohmte nicht erfolgt wäre." Durch gute und erfolgreiche Zusammenarbeit in der vergangenen Jahren "wissen wir Gemeinden im Wittlager Land", dass ein gemeinsames Vorgehen wesentlich zielführender sei.

Goedejohann bedauert

Verkehr mache eben nicht an Gemeindegrenzen halt. Goedejohann: "Ich bedaure diese Entscheidung des Rates außerordentlich und halte sie für nicht zielführend." Dies habe er auch in einem Brief an seinen Bad Essener Amtskollegen Timo Natemeyer deutlich gemacht. Gleichwohl stehe der Ratsbeschluss und die Verwaltung der Gemeinde Bohmte ist beauftragt, jeder Planung einer neuen Trassenführung, auch die einer kleinteiligen Ortsumgehung Wehrendorf, bei allen zuständigen Behörden zu widersprechen.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN