Durch Baumaktionen über 211400 Euro in 46 Jahren „Alte Eibe“ aus Wehrendorf

Von Friedrich Lüke

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Wehrendorf. Die Tannenbaumaktion der „Alten Eibe“ war auch 2019 wieder ein großer Erfolg. Dank zahlreicher Helfer und Spender.

Hermann Beeck ist frohen Mutes an diesem grauen Samstagmorgen im Dorfgemeinschaftsraum in der Grundschule in Wehrendorf: „Sieht gut aus, genügend Fuhrwerke haben sich angemeldet und die Ortschaften Wittlage und Harpenfeld stellen zusätzliche Helfer, die gleich vor Ort ins Rad greifen und sich hier nicht versammeln“, so der altgediente Chef vom Club „Alte Eibe“.

Um 8.30 Uhr kommt langsam Leben in den Versammlungsraum, immer mehr Freiwillige drängen hinein. Wer noch eine persönliche Rechnung mit seinem eigenen Frühstück offen hat, der kann das hier gleich erledigen.

Dienstbare Geister in Form von Familie Tontrup haben Kaffee und Brötchen parat. Das Wetter wird noch mal im Regenradar gecheckt. Na ja, ganz astrein wird es nicht abgehen, ab Mittag soll aus Nieselregen richtiger Regen ins Wittlager Land kommen.

Da hat die Tannenbaumaktion in der nunmehr 46. Auflage aber sehr wohl schon anderes erlebt. Noch ein Tipp von Hermann an die Hüseder Sammler: „Ihr müsst da zügig ran, ab 11 Uhr soll der halbe Ort bei Mönnich auf einem 90. Geburtstag sein. Auch für die Pause zwischendurch ist gesorgt, denn die Kaffeemühle auf dem Bad Essener Kirchplatz macht um 11 Uhr extra für 2 Stunden für euch zum Aufwärmen auf.“

Dann ist der Club „Eibe 90“ dran, Lars Ottinger und Julian Tontrup teilen Fahrzeuge und Sammler ein. Da ist der riesige Bezirk von Bad Essen, Eielstädt, Wittlage, Hüsede, Harpenfeld, Lockhausen, Essener- und Wehrendorferberg sowie Wehrendorf zuzüglich der Neubaugebiete. Um das zu stemmen, braucht es Macher und Freiwillige, die ihre Freizeit für die Deutsche Krebshilfe einbringen. Dieses jährliche Projekt mit Alleinstellungsmerkmal im Altkreis braucht allerdings auch Fuhrwerke nebst Fahrer, die Landwirte, Firmen und Handwerksbetriebe dankenswerterweise regelmäßig bereitstellen.

Mit dieser Einstellung zur guten Tat trifft man sich zum obligatorischen Gruppenfoto, bevor die etwa 100 Helfer „aufsitzen“.

Wer den Abholtermin wegen Abwesenheit nicht an der Haustür erledigen kann, kann, wie in Wehrendorf gesehen, einfach eine Tüte an die Klinke hängen. Darin die Spende, etwas Süßes und ein Paar „Zündkerzen“ als „Frostschutz“ für die Erwachsenen.

Viele junge Gesichter gibt es unter den Helfern, wobei der Aufruf zur Mithilfe auch die ostfriesische Küste erreicht haben muss, denn die junge Schülerin Tessa Lösch war über verwandtschaftliche Verbindungen von der Insel Wangerooge angereist. In Wittlage war Ortsbürgermeister Frank Bornhorst im Einsatz und hatte persönlich Helfer organisiert, in Harpenfeld und Lockhausen hatte Jürgen Frieler die Mannschaftsstärke aufgestockt. Zudem ist es von Vorteil, wenn bekannte Gesichter aus dem Ort an der Tür klingeln. Unter den Helfern war auch Bad Essens Gemeindebürgermeister Timo Natemeyer sowie der Wehrendorfer Ortsbürgermeister Torsten Bühning.

Die ausgedienten Weihnachtsbäume konnten auf dem Grünabfallplatz in Wittlage entsorgt werden, der für die in verschiedenen Ortschaften durchgeführten Sammelaktionen eigens geöffnet war. Ein paar Ladungen fanden nicht den Weg nach Wittlage, denn die Wehrendorfer nutzten die Gelegenheit gleich als „Futter“ für das Osterfeuer.

Die 46. Sammelaktion für die Deutsche Krebshilfe ergab wieder eine Steigerung der Einnahmen gegenüber 2018. 9672,82 Euro wurden gezählt, wobei die Summe noch nicht fix ist, da erfahrungsgemäß noch Nachzügler aufstocken. Das dürfte der Deutschen Krebshilfe mit Präsident Dr. h. c. Fritz Pleitgen an der Spitze willkommen sein, deren Motto im Kampf gegen diese Krankheit Helfen, Forschen und Informieren ist. Dank gilt den vielen Spendern, die in 46 Jahren die stolze Summe von 211405,98 Euro für den guten Zweck erbracht haben.


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