Getrennt für Pkw und Lkw Diesel-Pkw-Fahrer können jetzt in Wehrendorf Adblue tanken

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Gut beschriftet: An der Raiffeisentankstelle in Wehrendorf können Pkw- und Lkw-Fahrer Adblue tanken – an der gleichen Tanksäule wie den Diesel, aber mit unterschiedlichen Zapfpistolen (an beiden Seiten der Säule). Im Bild: Theresa Westerbusch und Markus Vogel, der Betriebsstellenleiter des Raiffeisenmarktes. Foto: Karin KemperGut beschriftet: An der Raiffeisentankstelle in Wehrendorf können Pkw- und Lkw-Fahrer Adblue tanken – an der gleichen Tanksäule wie den Diesel, aber mit unterschiedlichen Zapfpistolen (an beiden Seiten der Säule). Im Bild: Theresa Westerbusch und Markus Vogel, der Betriebsstellenleiter des Raiffeisenmarktes. Foto: Karin Kemper

Wehrendorf. Was Lkw-Fahrern bereits seit Längerem möglich war, können jetzt an der Tankstelle der Raiffeisen Warengenossenschaft Osnabrücker Land in Wehrendorf jetzt auch Pkw-Fahrer: Adblue tanken.

„Das war bislang im Umkreis von Bad Essen nicht möglich“, weiß Anke Sydekum, Mitglied der Geschäftsführung der Raiffeisen Warengenossenschaft Osnabrücker Land und Leiterin des Tankstellengeschäfts. Sie fügt hinzu: „Das Thema wird immer größer, deshalb haben wir Adblue, mit dessen Hilfe die Dieselabgase gereinigt werden, in das Programm aufgenommen.“

Diesel und Adblue tanken

Konkret bedeutet das an der Raiffeisen-Tankstelle Wehrendorf: An einer Dieselsäule kann Adblue getankt werden. Dabei gibt es für Pkw und Lkw zwei verschiedene Systeme – jeweils in beiden Fahrtrichtungen. Das verhindert in der Regel, dass ein Kunde noch einmal umparken muss. Das passt allerdings nur dann, wenn sich Diesel- und Adblue-Tank an der gleichen Seite des Fahrzeugs befinden.

Abschied vom Kanister

Markus Vogel, Betriebsstellenleiter des Raiffeisenmarktes in Wehrendorf, ist sich sicher: „Jeder Diesel-Pkw wird auf Sicht mit einem Adblue-Tank ausgestattet sein.“ Bislang, so Sydekum, seien Autofahrer, deren Diesel mit einem Adblue-System ausgestattet ist, meist gezwungen, mit Kanistern zu hantieren. Um die Lkw-Säulen zu nutzen, seien Adapter erforderlich, die nicht immer wie gewünscht funktionierten. Schön sei das nicht gewesen. Bei Adblue handelt es sich um eine Harnstofflösung, die so hoch konzentriert ist, dass sich bei Kontakt mit dem Autolack deutliche Spuren hinterlässt. Da bei einer Reihe von Pkw der Adblue-Tank ungünstig platziert sei, gelinge das Einfüllen nicht immer reibungslos, so Vogel. Inzwischen seien die Pkw-Hersteller aber deutlich pfiffiger geworden.

Neues Angebot

„Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass es ausreichen würde, Adblue bei den Inspektionen in der Werkstatt nachzufüllen“, so Theresa Westerbusch, die für die drei Raiffeisentankstellen in Bad Essen-Wehrendorf, Hilter-Ebbendorf (Autobahnabfahrt Borgloh) und Wissingen zuständig ist. Der Verbrauch liege aber deutlich höher als gedacht, so Vogel. Auszugehen ist davon, dass das Verhältnis etwa bei 100:5 (Liter Diesel zu Liter Adblue) liegt. Anke Sydekum sagt: „Derzeit ist Wehrendorf unsere einzige Tankstelle, die mit dem neuen Adblue-System ausgestattet ist. Wir schauen jetzt, wie es läuft und entscheiden dann, wie es weitergeht.“

Große Schilder

Neben der Bequemlichkeit spricht noch ein weiteres Argument für die Adblue-Tanksäule: der Preis. Derzeit sind pro Liter bei Raiffeisen an der Säule 52,9 Cent zu entrichten, während der Kanisterpreis je Liter bei rund 1,50 Euro liegt. Vogel weist darauf hin: „Die Hinweisschilder an den Tankpunkten sind groß und gut beschriftet.“ Verwechselungen sollten so ausgeschlossen sein. Und während der Öffnungszeiten des Raiffeisenmarktes gibt es dort im Notfall einen Ansprechpartner. Der Betriebsstellenleiter: „Durchschnittlich bin ich dreimal am Tag draußen, um zu helfen und zu erklären.“ Da in Wehrendorf 24 Stunden am Tag getankt werden kann, ist an der Säule zudem eine Rufnummer verzeichnet, über die es Hilfe gibt. Er verweist auf einen weiteren Vorteil der Raiffeisentankstelle: „Lkw-Fahrer kommen gern, weil es ausreichend Platz zum Rangieren gibt.“


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