Wittlager Jahresrückblick 2018 Unfälle, Brände, Wetter: So fällt die Bilanz für das Wittlager Land aus

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Altkreis Wittlage. Zwei Menschen kamen in diesem Jahr bei Verkehrsunfällen auf den Straßen des Altkreises Wittlage ums Leben. Im Jahr zuvor waren es ebenfalls zwei Tote.

Am 13. Februar geriet ein VV auf der B65 beim Durchfahren der Bahnunterführung in Stirpe vermutlich aufgrund von Straßenglätte ins Schleudern und prallte mit einem entgegenkommenden BMW zusammen. Der VW-Fahrer, ein 61-jähriger Mann aus Hasbergen, wurde bei der Kollision so schwer verletzt, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus verstarb. Der 45-jährige Fahrer des BMW aus der Gemeinde Bad Essen wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

Bei einem weiteren Verkehrsunfall Ende November starb ein 19 Jahre alter Autofahrer aus Osnabrück. Der 33-jährige Fahrer eines zweiten Autos wurde lebensgefährlich verletzt. Die Pkw befuhren die Leverner Straße (L81) von Bohmte in Richtung Levern. Auf der völlig geraden Strecke kamen die Fahrzeuge aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab. Beide Fahrzeuge prallten gegen einen Baum am Straßenrand.

Schlagzeilen machte ein Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang zwischen Lintorf und Hördinghausen in der Gemeinde Bad Essen. Ein Pkw stieß Anfang Juli hier mit dem historischen Wismarer Schienenbus der Museumseisenbahn zusammen. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Ein Unfall mit Folgen ereignete sich am 12. Oktober in Bohmte. Ein Lkw war auf der Straße „Am Schwaken Hofe“ in Richtung Bundesstraße 51 unterwegs. In einer lang gestreckten Linkskurve verlor der 57-jährige Fahrer des Sattelzugs, der mit Kies beladen war, aus unbekannten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Lkw prallte gegen einen Bordstein und kippte auf die Beifahrerseite um. Ein Teil der Ladung ergoss sich auf die Straße. Da bei der Kollision mit dem Sattelzug auch das Brückengeländer beschädigt wurde, stürzten zudem Teile des Geländers sowie Kiessand auf die Bahngleise unterhalb der Brücke.

Aus misslicher Lage

Zweimal mussten Fahrzeuge aus misslicher Lage geborgen werden: Im Juli rückten die Feuerwehr Ostercappeln und die Rüsteinheit der Wehr Bad Essen-Eielstädt-Wittlage aus, weil ein Auto in einen Teich an der Schledehauser Straße gerutscht war, vermutlich Folge einer nicht angezogenen Handbremse. Eine böse Überraschung erlebet auch der Halter eines Pkw am 30. November in Herringhausen. Der Mann, der angeln wollte, hatte seinen Wagen offensichtlich nicht ausreichend gesichert. Der Pkw rollte in den Mittellandkanal. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Herringhausen sowie der Rüstwagen aus Bad Essen waren ebenso vor Ort wie Wasserschutzpolizei und DRK. Auch die Tauchergruppe aus Bramsche wurde eingesetzt, um gemeinsam mit der Feuerwehr den Pkw an die Spundwand zu ziehen, von wo aus dann gemeinsam mit den Wehren über die vorhandene Anlage der Bootseinsatzstelle der Wagen aus dem Wasser geborgen werden konnte. Im Lauf des Jahres kam es zu mehreren Haus- und Scheunenbränden. So wurde am 24. August ein Wohnhaus in Stirpe-Oelingen ein Opfer der Flammen. Mehrere Hunde verendeten. Die Bewohner konnten sich retten. Ein vorbeifahrender Radfahrer hatte den Brand am frühen Morgen bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert.

Im Januar zog Sturmtief „Friederike“ über das Land und hinterließ umgestürzte Bäume. Waldwege waren längere Zeit gesperrt. Durch Regen aufgeweichte Böden verhinderten zunächst das Aufräumen. Im Januar war noch nicht abzusehen, wie heiß und vor allem wie trocken das Jahr 2018 werden sollte. Noch Anfang März war ein Eisbrecher auf dem Mittellandkanal im Altkreis unterwegs, um das Zufrieren der Wasserstraße zu verhindern. Im April begann dann schon ein gefühlt endlos langer Sommer.


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