Wittlager Jahresrückblick 2018 Kesseböhmer, Häcker und Homann investieren Millionen ins Wittlager Land

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Altkreis Wittlage. Das Wittlager Land ist eine boomende Wirtschaftsregion. Und der Standort wird im neuen Jahr weiter gestärkt, Unternehmen investieren. Mit Häcker Küchen aus Rödinghausen errichtet ein Global Player darüber hinaus in Venne eine neue Produktionsstätte.

Als größtes Investitionsprojekt der Unternehmensgeschichte („dreistelliger Millionenbetrag“) kündigt die Häcker Küchen GmbH den Bau des neuen Werks in Ostercappeln-Venne an. Das Unternehmen Kesseböhmer hat am Stammsitz Dahlinghausen in der Gemeinde Bad Essen ein neues Presswerk mit vier Produktions- und Lagerhallen sowie einem Verwaltungsgebäude errichtet. Eine Investition im „mittleren zweistelligen“ Millionenbereich, wie Firmenchef Oliver Kesseböhmer sagt.

Die ersten Maschinen nach dieser Mega-Investition laufen bereits. Generalunternehmer für den Bau war Depenbrock Bau aus Stemwede.

Auf einer Gesamtfläche von 24000 Quadratmetern (Produktionsfläche: 20500 Quadratmeter, Bürofläche: 3500 Quadratmeter) wurden die neuen Hallen bei 350000 Kubikmeter umbautem Raum realisiert. Der Stanzenkeller zum Beispiel ist sieben Meter tief in die Erde gebaut bei einer Länge von 150 Metern.

Die Kesseböhmer Gruppe beschäftigt insgesamt 2750 Mitarbeiter (200 Auszubildende in 18 Ausbildungsberufen) und vermeldete 2017 einen Gesamtumsatz von mehr als 520 Millionen Euro bei weltweit 18 Standorten. Das Familienunternehmen setzt als Garant für Wachstum und Ausbildung weiter auf den Standort Wittlager Land. Mit dieser Investition werden nach den Worten Oliver Kesseböhmers rund 150 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Neue Arbeitsplätze

Homann, sprich Müller, setzt auf den Standort Lintorf, wo 100 Jahre lag die Lebensmittelwerke Hamker beheimatet waren. Mindestens 150 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in die Modernisierung und die Ausweitung der Produktion fließen. Die Zahl der Beschäftigten in Lintorf soll von derzeit 200 auf voraussichtlich 350 Mitarbeiter steigen.

Für Häcker Küchen ist die neue Produktionsstätte in Venne ein Mammutprojekt. „Es ist das größte Investitionsvorhaben in der Firmengeschichte“, betont Seniorchef Horst Finkemeier. Das betreffe sowie die finanzielle als auch die räumliche Dimension. Eine dreistellige Millionensumme wird investiert. Errichtet im Wittlager Land wird eines der modernsten Werke weltweit für hochwertige Küchenmöbel. Venne ist also kein „Nebenstandort“, sondern künftig wichtiger Bestandteil im Gesamtunternehmen.

Ein dreiteiliger Bau ist geplant. Am Anfang des Geländes (Richtung Schwagstorf) sollen vier Hochregallager entstehen. Entlang der B 218 schließt sich daran der Produktionsbereich an, in dem Korpusse montiert und Arbeitsplatten zugeschnitten werden sollen.

Am Ende steht der Verladebereich, an dem täglich bis zu 500 Küchen abtransportiert werden können. Das Produktionsgebäude ist 580 Meter lang. Im Anschluss an die Erschließungsarbeiten werden die Produktionsstätten errichtet. Das soll bis zum Frühjahr 2020 geschehen. Danach werden die Fertigungsmaschinen in die Hallen eingebaut. Diese sind bereits bestellt. Sie müssen ja ebenfalls hergestellt werden. Der Produktionsstart ist für den Herbst 2020 vorgesehen. Am neuen Produktionsstandort werden rund 450 Arbeitsplätze geschaffen.


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