Wittlager Jahresrückblick 2018 Klare Mehrheit für den Abriss des Bad Essener Speichers

Im Juni entstand dieses Bild. Foto: Oliver KratoIm Juni entstand dieses Bild. Foto: Oliver Krato

Bad Essen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde Bad Essen wurde am 11. November ein Bürgerentscheid durchgeführt. In 18 Wahllokalen konnte über die Zukunft des Speichers an der Marina im Sanierungsgebiet Hafenstraße abgestimmt werden.

Das Ergebnis fiel deutlich aus: Von 12438 Bürgern stimmten 5710 ab. 3263 votierten mit Nein, wollten also den Abriss. 2411 stimmten mit Ja für den Erhalt des einzigen Hochhauses im Wittlager Land.

Der „Wahlkampf“ zum Thema Speicher hatte in den letzten Wochen vor dem Urnengang an Schärfe zugenommen, besonders in den sozialen Netzwerken und über Leserbriefe.

Rückblick: Im Januar wurde der Kaufvertrag für den Hafenspeicher zwischen der Gemeinde Bad Essen und der Steinemann Marina GmbH vollständig rückabgewickelt. Der Investor, der auch Besitzer des Waldhotels ist, hatte sich zurückgezogen.

Gegner und Befürworter

Im März dann hatte der Bad Essener Gemeinderat auf Antrag der CDU mit 17 gegen 15 Stimmen für den Abriss des Gebäudes votiert. Bündnis 90/Die Grünen, SPD, FDP und Bündnis C sowie Bürgermeister Timo Natemeyer stimmten dagegen.

Bis in die frühen 2000er-Jahre nutzten verschiedene Inhaber den Speicher als Lager. Seit Beginn der Sanierungsarbeiten im Hafenareal 2008 wurden zahlreiche Nutzungs- und Umbauoptionen für den Speicher aufgenommen, geplant, diskutiert und wieder verworfen.

Das Sanierungsverfahren Hafenstraße mit Bau der Marina, Wohnen am Wasser und der Promenade ist eine Bad Essener Erfolgsgeschichte. Diesbezüglich herrscht Einigkeit. Doch nun lautet der Auftrag: Der Rückbau des Speichers ist von der Verwaltung unverzüglich zu planen und umzusetzen.

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