Positives Spracherlebnis „White Horse Theatre“ gastierte in der Oberschule Bad Essen

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Bad Essen. Jede Schule hat ihre vorweihnachtlichen Traditionen. In der Oberschule Bad Essen gehört dazu das Gastspiel des englischsprachigen „White Horse Theatres“. Mit zeitgemäßen Stücken und im Dialog mit ihrem jungen Publikum gelingt es den Schauspielern immer wieder aufs Neue, die Schüler für die Fremdsprache einzunehmen. So auch bei der Aufführung am vergangenen Mittwoch.

Vor ungefähr 20 Jahren von Englischlehrerin Rita Meyer zu Ortbergen erstmals für die Oberschule gebucht, ist das ausschließlich aus britischen Muttersprachlern bestehende Ensemble des „White Horse Theatres“ dort mindestens alle zwei Jahre zu Gast, sodass jeder Schüler von der fünften Klasse bis zum Abschluss gleich mehrfach in den Genuss einer Aufführung des pädagogischen Tournee-Theaters kommt. Denn die Truppe hat zum Termin jeweils drei Stücke in ihrem Gepäck – für die unteren, die mittleren und die oberen Jahrgänge. „The Great Detective“ hieß das aktuelle Stück für die fünften und sechsten Klassen, „Sticks and Stones“ das für die Klassen neun und zehn. Für den siebten und achten Jahrgang stand „A Slap in the Face“, zu Deutsch: die Ohrfeige, auf dem Programm, eine Komödie von Peter Griffith, die zeigt, dass es meist besser ist, zu seinen Gefühlen zu stehen, anstatt sich zu verstellen.

Achtung: Fremdsprache!

Darin erlebten die Schüler den verliebten Teenager Alan, dessen Schwarm, seine Mitschülerin Melissa, umso mehr von ihm genervt ist, je mehr Alan versucht, sie zu beeindrucken. Erschwert werden Alans Annäherungsversuche durch seine blühende Fantasie, in der er sich als Held sieht, der Melissa vor Werwölfen, Skinheads oder Tarzan beschützt – und sich regelmäßig vor ihr blamiert, wenn er aus seinen Tagträumen in die raue Wirklichkeit des Schulalltags zurückkehrt.

Ob und wie es Alan gelingen könne, Melissa für sich zu gewinnen, dazu waren die Oberschüler aufgefordert, Ideen zu entwickeln. Viele beteiligten sich spontan: „with chocolate“, „buy her flowers“, „take her to the cinema“, lauteten ihre Vorschläge. Andere wiederum waren erst einmal nachvollziehbar konsterniert, so direkt und noch dazu in der Fremdsprache angesprochen zu werden. Doch die vorübergehende Sprachlosigkeit wurde von Schauspieler Lewis Evans geschickt als „silent treatment“ identifiziert, als Bestrafung durch Schweigen, was im Falle einer unerwiderten Liebe jedoch als Strategie wirkungslos bleiben dürfte.

Jugendlicher Überschwang

„However“, wie der Brite sagt, Schauspieler, Schüler und Lehrer hatten mächtig Spaß in der Aula der Oberschule und nach der Aufführung waren die Schüler so für das Englische eingenommen, dass sie den Darstellern beherzt Fragen stellten – nach deren Lieblingsgerichten und Heimatorten, und im jugendlichen Übermut sogar nach der „phone number“ von Schauspielerin Charlotte Cox, die jedoch in diesem Fall verständlicherweise die Antwort schuldig blieb.

Sehr zufrieden äußerte sich Lehrerin Rita Meyer zu Ortbergen. „Das Theater bleibt den Schülern als schöne Erinnerung und damit als positive Erfahrung der englischen Sprache“, weiß sie aus Erfahrung.


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