Fortsetzung für 2019 geplant Gute Erfahrungen mit essbaren Gärten in Bad Essen

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In den essbaren Gärten im Bad Essener Solepark durfte jeder ernten. Professionelle Pflege gehörte zum Projekt. Im Bild (von links): Dieter Boettcher, Franziska Oelsner, Annette Ludzay, Elisabeth Demuth und Susanne Günther Foto: Tourist-InfoIn den essbaren Gärten im Bad Essener Solepark durfte jeder ernten. Professionelle Pflege gehörte zum Projekt. Im Bild (von links): Dieter Boettcher, Franziska Oelsner, Annette Ludzay, Elisabeth Demuth und Susanne Günther Foto: Tourist-Info

Bad Essen. Essbare Gärten im Solepark – mit diesem Projekt feierte Bad Essen die Landesgartenschau Bad Iburg. Die Hochbeete des Heilbädergartens, die anlässlich der Landesgartenschau Bad Essen im Jahr 2010 das Gemeinschaftsprojekt der Osnabrücker Land Heilbäder waren, wurden 2018 umgestaltet und mit Gemüse und mehr bepflanzt.

Mirja Müller-Dahms, die als Landschaftsarchitektin den Solepark betreut, sorgte für den Plan. Die Firma Boettcher, die gärtnerisch für den Solepark zuständig ist, pflanzte und pflegte die Pflänzchen. Und den ganzen Sommer über durfte jeder Besucher des Parks Erdbeeren, Radieschen, Zucchini, Kürbisse, Kräuter, Kohlrabi oder Salat für den privaten Haushalt ernten und zu Hause genießen. Zum Abschluss der Saison trafen sich Initiatoren der Gemeinde und der Tourist-Info, Betreuer und Ernter an den Beeten, um ein Fazit zu ziehen: „War diese Aktion erfolgreich? Machen wir das in 2019 weiter?“

Gute Erfahrungen

Dieter Boettcher, Chef der Gartenbaufirma, berichtete mit seinen beiden Angestellten Susanne Günther und Franziska Oelsner von den Erfahrungen, die sie mit den Hochbeeten gemacht haben. Sie konnten demzufolge immer wieder beobachten, dass Besucher die mit Infoschildern begleiteten Sorten studierten, die Kräuter probierten, und sich schließlich auch trauten zu ernten. Der befürchtete Vandalismus blieb aus, bis auf einige wenige herausgerissene Pflänzchen. Und im Rückblick lautet die Feststellung: „Pflanzung und Pflege der Hochbeete waren nicht aufwendiger und teurer waren als der Unterhalt der konventionell bepflanzten Beete in den vergangenen Jahren.“

Wundervoll Idee

Elisabeth Demuth gehört zu denjenigen, die geerntet haben. Sie wohnt ganz in der Nähe des Kurparks. Sie hatte im vergangenen Sommer wiederholt Gemüse aus dem Kurpark auf dem Teller und findet die Idee und Umsetzung der essbaren Gärten ganz wundervoll. Salat, Sauerampfer, Rucola, Schnittlauch, Kürbis waren dabei. Sie empfiehlt zukünftigen Nutzern, ein Messer mitzubringen, wenn man ernten möchte.

Naturerfahrung

Und sie machte ganz überraschende Erfahrungen mit einer Gruppe von blinden Besuchern. Sie sah, wie diese an den Beeten riechen, schmecken, tasten konnten und den Aufenthalt richtig genossen. Elisabeth Demuth ist häufig im Kurpark unterwegs. So konnte sie auch beobachten, dass besonders Kinder sich interessiert das Gemüse anschauten – wer weiß heute schon noch, wie ein Kohlrabi wächst oder sieht den Kürbis noch mit grünen Blättern am Boden liegen.

Die essbaren Gärten im Solepark in Bad Essen sind ein weiteres Projekt im Sinne der nachhaltigen Nutzung – auch die Mundraub-Obstwiese im westlichen Kurpark gehört dazu. Das alles passt zur Cittaslow-Idee, der sich dr Kurort verschrieben hat.

Nachahmer gesucht

Die gute Nachricht zum guten Schluss: Nach dem positiven Feedback wird es auch in 2019 im Solepark „Essbare Gärten“ geben. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Idee weitere Nachahmer findet.


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