Auszeichnung für gelungene Restaurierung Barkhausen: Baudenkmale sind wertvolle Geschichtsquellen

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Vor dem Giebel des Bauernhauses in Barkhausen, das von der Niedersächischen Sparkassenstiftung mit dem Preis für Denkmalpflege ausgezeichnet wurden, präsentiert sich Agro-Geschäftsführer Jan Wagner (mit Urkunde) zusammen mit den Teilnehmern der Feierstunde. Foto: Karin KemperVor dem Giebel des Bauernhauses in Barkhausen, das von der Niedersächischen Sparkassenstiftung mit dem Preis für Denkmalpflege ausgezeichnet wurden, präsentiert sich Agro-Geschäftsführer Jan Wagner (mit Urkunde) zusammen mit den Teilnehmern der Feierstunde. Foto: Karin Kemper

Barkhausen. Damit ein Gebäude mit dem Preis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet werden kann, muss es erst einmal ein Denkmal sein. Und das war das Bauernhaus an der Stiegestraße 1 in Barkhausen, das jetzt mit einem 1. Preis bedacht wurde, keineswegs von Anfang an.

Das Gebäude, das sich heute als Schmuckstück präsentiert und neben dem Federkernmuseum auch ein Gästehaus der Firma Agro umfasst, hat eine lange Geschichte. Diese Geschichte, die sich bis in das Jahr 1588 zurückverfolgen lässt, war von Anfang an mit dem Namen Grothaus verbunden. Aus diesem Namen leitet sich der Name des Unternehmens ab. Agro steht für Anneliese Grothaus, die Frau des Gründers. Jan Wagner, Geschäftsführer bei Agro, meinte bei der Preisübergabe: „Es war ein langer Weg. Aber es hat wirklich Spaß gemacht. Und es freut uns, mit dem Objekt einen Preis zu gewinnen.“

Erst gezögert

Die Idee, die baufälligen Gebäuden zu renovieren, stammt aus dem Jahr 2013. Als die Bauanträge gestellt wurden, kam der Denkmalschutz zum Tragen. Wagner: „Wir haben erst gezögert.“ Während der rund vierjährigen Bauzeit mussten unzählige Fragen gelöst werden. Marode Bauteile wurden in gleicher Form ersetzt (oder bei Bedarf hinzugefügt). Auf dem Weg zum fertigen Ensemble galt es beispielsweise, Seiten mit einem Wagenheber zu liften... Der Geschäftsführer: „Bauleiter Jens Heil hat uns zur Ruhe gemahnt, wenn die Frage kam: Warum sind wir noch nicht fertig?“ Insgesamt zeichne hohe Handwerkskunst und Liebe zum Detail die Renovierung rund um die historische Hofstelle aus.

Sichtbar für die Öffentlichkeit

Dazu passt die Entscheidung der Jury, die sämtliche Kandidaten in Augenschein genommen hatte, das Gebäude der Agro Holding GmbH für vorbildliche Restaurierung mit einem 1. Preis zu bedenken. Die Übergabe erfolgte durch Hans-Adam von Hammerstein, Bereichsleiter der Sparkasse Osnabrück, und Michael Heinrich Schormann, stellvertretender Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. „Das persönliche Engagement und der vorbildliche Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz verdienen besondere Anerkennung“, hieß es in der Laudatio. Als weiterer Aspekt wurde ein langfristiges Nutzungskonzept bezeichnet, Schormann verwies darauf, dass Baudenkmale wertvolle Geschichtsquellen seien, die zum einen hohe Aussagekraft hätten und zum anderen von der Öffentlichkeit betrachtet werden könnten.

Denkmale zeugen von Tradition

Zur Jury gehörte auch Wiebke Dreeßen, Oberkonservatorin beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Sie meinte: „Es ist eine schöne Aufgabe, Preisträger auszuwählen. So sehe sie die fertigen Objekte, die sie sonst in der Bauphase begleite. Sie betonte: „Denkmale zeugen von Tradition und sozialen Verhältnissen. In einer zunehmend virtuellen Welt sind sie etwas Handfestes.“ In Barkhausen sei umgebaut worden, aber die Grundstruktur sei so weit wie möglich erhalten geblieben.“

Gast der Feierstunde war auch der Bad Essener Bürgermeister Timo Natemeyer. Er sagte: „Das hier ist ein tolles Beispiel, wie sich ein Unternehmen mit viel Liebe zum Detail einer Aufgabe gestellt hat. Imagepflege und Verbundenheit zu den Wurzeln gehen eine Verbindung ein.“


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