Den Zweiten bezwungen Lintorfs Volleyballer weiter mit weißer Weste

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Enges Duell mit Oldenburg am Netz mit Matthias Engel (links) als Beobachter und Henrik Kollweier als Akteur. Foto: Stefan GelhotEnges Duell mit Oldenburg am Netz mit Matthias Engel (links) als Beobachter und Henrik Kollweier als Akteur. Foto: Stefan Gelhot

Lintorf. In einem hochklassigen Spiel haben die Lintorfer Viertligavolleyballer ihre Heimserie ausgebaut und sich mit einem 3:1-Sieg (25:23, 15:25, 25:23, 25:21) gegen den Oldenburger TB in der Tabelle auf Platz drei vorgeschoben. Das mit Abstand beste Spiel des VfL in dieser Saison war auch der außergewöhnlichen Stimmung zu verdanken.

Schon beim Einlaufen der Mannschaften macht sich eine knisternde Stimmung breit. „La Squadra“ (die Mannschaft) um Trainer Cord Ernsting wirkte hoch konzentriert und hatte sich vorgenommen, den mit voller Punktzahl angereisten Gästen ein Bein zu stellen, um im Meisterschaftskampf oben dranzubleiben.

In dieser Ausgangslage begannen beide Mannschaften furios. Der erste Ballwechsel startete mit vier Blocks des VfL. Es folgten zahlreiche gute Aktionen vor allem in Angriff und Abwehr auf beiden Seiten. Kein Team konnte sich zunächst absetzen. Nach leichtem Rückstand gegen Ende des Satzes entschieden die Lintorfer dank größeren Willens die spannende Schlussphase und damit den ersten Satz mit 25:23 knapp für sich.

Obere Leistungsgrenze

Der zweite Satz war dann eine klare Angelegenheit. Allerdings nicht für die Lintorfer. Nach hohem Rückstand zu Beginn konnte der VfL das Niveau aus dem ersten Satz nicht mehr aufs Feld bringen und verlor glatt mit 15:25.

Ernste Worte in der Satzpause und die sich aufbauende Stimmung des Publikums brachten die Mannschaft in Satz drei wieder in die Region ihrer oberen Leistungsgrenze. Und das mit Erfolg! Der Satz war bis zum Schluss ausgeglichen, doch Felix Prummer konnte mit mutigen und platzierten Angriffen das Glück und die Freude auf Lintorfer Seite holen. Die Trommeln und das Klatschen wurden immer lauter, die grünen und weißen Fahnen wurden immer zahlreicher geschwenkt. „Jeder merkte, dass mit der richtigen Stimmung drei Punkte winken“, schilderte Hartmut Uhlmann die Atmosphäre in der Halle.

„Noch einmal alle Reserven mobilisieren und den Sieg nach Hause fahren!“ Das war die Ansage von Kapitän Henrik Kollweier unmittelbar vor dem vierten Satz. Beim Stand von 15:17 aus Lintorfer Sicht kam der eingewechselte Lars Wittkötter zum Anschlag und brachte „La Squadra“ mit einer Fünf-Punkte-Serie mit 20:17 in Front.

Mitreißende Stimmung

Und dank Mut, mitreißender Stimmung und entsprechendem Druck ließ sich der VfL diese Führung nicht nehmen und gewann den vierten Durchgang hochverdient und eindeutig mit 25:21.

„Nach der bitteren Niederlage in Ammerland eine absolute Wohltat“, meinte Stefan Hahler. „Kaum auszumalen, was auf uns hereingebrochen wäre, wenn wir dieses Spiel verloren hätten“, ergänzte der Außenangreifer in spaßiger Anlehnung an die Geschehnisse rund um den FC Bayern. „Würdelose Begriffe wie Altherrenvolleyballer wären da sicher noch schmeichelhaft gewesen!“

Mit dem Sieg schließt die Mannschaft zum Tabellenführer Ammerland auf und ist nun punktgleich mit den Oldenburgern, ehe es in zwei Wochen zum Tabellenschlusslicht nach Bremen geht.

Für das Spiel in zwei Wochen gab Mark Truschkowski, der gegen Oldenburg nach Verletzungspause sein Saisondebüt gab, schon mal die Marschrichtung vor: „Ich habe in dieser Saison noch kein Spiel verloren, und diese Quote gilt es beizubehalten!“

Lintorf: Damian Jonczynski, Pawel Wajnert, Henrik Kollweier, Lars Wittkötter, Stefan Hahler, Felix Prummer, Jens Bösmann, Matthias Engel, Mark Truschkowski.


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