Pilzernte, Kranzbinden, Wildkräuter Herbstliches Gartenfinale auf Schloss Ippenburg in Lockhausen

Von Bastian Rabeneck

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Kreative Gartenarbeit: Mit Schnittgrün, Blüten, Früchten und Weidezweigen flochten die Workshop-Teilnehmer eigene Kränze. Foto: Carola BartelheimerKreative Gartenarbeit: Mit Schnittgrün, Blüten, Früchten und Weidezweigen flochten die Workshop-Teilnehmer eigene Kränze. Foto: Carola Bartelheimer

Lockhausen Bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen fand das herbstliche Gartenfinale mit Workshop in den Gärten von Schloss Ippenburg statt. Carola Bartelheimer und Elke Fukking hatten eingeladen. Die beiden sind bewandert in Fragen rund um Natur und Wild-Pflanzen.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden aus Porta Westfalica, Espelkamp, Rahden, Lübbecke, Bad Essen und Ahlen genossen sie das Wetter und die noch vorhandene Blütenfülle rund um das Schloss.

Gastreferent Itze Riemeyer berichtete den Gästen über seine Passion, die Anzucht von Pilzen. Im Ippenburger Küchengarten hat der Pilzexperte ein Refugium, wo er regelmäßig Austernseitlinge und Shiitake-Pilze erntet. Einmal daran riechen durften die Besucher dann an mitgebrachten Plantagen-Trüffeln. Bis die erste lohnenswerte Ernte im Ippenburger Trüffelgärtchen fällig ist, müssen allerdings noch ein paar Jahre ins Land ziehen, sagt der Experte. Mit frisch geerntetem Gemüse und besagten Pilzen wurde dann ein Eintopf über dem offenen Feuer gekocht.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Vor dem Genuss stand jedoch das Schneiden von Kürbis, Porree, Rote Bete und anderen Feldfrüchten auf dem Plan. Während des Garvorgangs erfuhren die Teilnehmenden, welche heimischen Gehölze sich gut im eigenen Garten machen und zum Beispiel als Vogelnährgehölz oder Raupenfutterpflanze auch eine Bedeutung für die Tierwelt haben.

Nach dem Mittagessen, das nicht am wärmenden Feuer, sondern im kühlen Schatten stattfand, wurden Weidenzweige geschnitten und als Grundlage für Kränze verflochten. Mit Schnittgrün, Blüten, Früchten und Fruchtständen wurden dann nach individuellem Geschmack kleine, hübsche Gebinde hergestellt. Ausgestattet mit Tütchen sammelten die Teilnehmenden anschließend bei einem Spaziergang durch den Garten Sämereien für den Eigenbedarf.

Im Küchengarten wurde außerdem demonstriert, wie Johannisbeeren fachgerecht gestutzt werden und man aus dem Schnittgut Steckhölzer für eine junge Generation Beerensträucher schneidet. Schnell neigte sich die Veranstaltung ihrem Ende entgegen, und alle waren sich einig, dass es noch viele Themen gäbe, über die man hätte fachsimpeln können. Traditionell wurde der Workshop mit etwas Selbstgemachtem – diesmal mit einem Quittenlikör – begossen.

Der nächste Termin

Am 17. November findet das nächste Treffen in den Gärten von Schloss Ippenburg statt: Mit getrockneten Kräutern und Harzen wird in die Tradition des Räucherns eingeführt und der Novembertag in stimmungsvoller Atmosphäre erlebt. Außerdem stellen die Teilnehmenden ein pflanzliches Antibiotikum zum Mitnehmen her. Weitere Informationen gibt es bei Elke Fukking unter der Telefonnummer 05771/607352, bei Carola Bartelheimer (Tel. 05741/9750) sowie im Internet unter www treffpunkt-natur.eu oder unterwww.urkraut.de.


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