Preis für Duo „Called to Mind“ Zum 10. Mal Kulturkanapees im Bad Essener Zentrum

Von Christa Bechtel



Bad Essen. Ein lauer Herbstabend, sodass auf vielen Terrassen in Bad Essen gefeiert wurde. Parallel wanderten rund 240 Besucher an diesem Abend im Kurort von einem der acht Gastgeber zum nächsten. Denn letztendlich bestimmten sie, wer das Kulturkanapee 2018 bekommen sollte.

In diesem Jahr fand die zehnte Veranstaltung des Kur- und Verkehrsvereins Bad Essen in Kooperation mit den Gastgebern der einzelnen Spielorte statt, bei denen sich Annette Ludzay, Geschäftsführerin des Kur- und Verkehrsvereins, zur Preisverleihung ebenso bedankte, wie bei den Künstlern, die teilweise von weither angereist waren.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Am Ende war es fast ein Kopf-an-Kopf-Rennen gewesen zwischen Metajoule – Zilli, Hü, Arne, Stephan aus Ostercappeln und Osnabrück, die in der wunderbar illuminierten Scheune bei Gartengestaltung Scharmberg ihren unverwechselbaren Retro Boule Sound präsentiert hatten, und dem Gitarristen-Duo „Called to Mind“ – Patrick Oelscher und Hendrik Högemann aus Osnabrück.

Mit Eigenkompositionen

Sie hatten in der Alten Apotheke, die das erste Mal als Gastgeber fungierte, mit ihren Eigenkompositionen mehr als gepunktet, sodass sie am späten Abend im Blütengenuss von Schmuckdesignerin Peggy Mewes das „Bad Essener Kulturkanapee“erhielten: eine Schmuckbrosche, die ein vielschichtiges Kanapee symbolisiert.. Die Chefin von Kleinodien Bad Essen hatte abermals die Brosche nicht nur kreiert, sondern auch gestiftet.

Zudem hatte sich Peggy Mewes zum 10. Mal als Gastgeberin zur Verfügung gestellt. Bei ihr gastierten „Finest Acoustic Poetry, Jensen & Daubenspeck“ mit poetischen Songs.

Kritische Rückschau

Im Blütengenuss sorgte das Duo „Buahodar“ aus Polen für feurige polnische Folklore von Pop bis Klassik. Gerd Spiekermann, vielen aus dem NDR 1 Radio mit der Sendung „Hör mal ‚n beten to“ bekannt, ist mittlerweile „40 Johr op Tour“. Im „Büdchen“ gab er seine plattdeutschen Geschichten zum Besten oder nahm kritisch Rückschau auf die 50er und 60er Jahre. „Die Zeit, die gerne idyllisch gesehen wird, aber nicht mit mir“, meinte der frühere Redakteur für Niederdeutsch. „Das Büdchen“ war ebenfalls erstmals als Gastgeber dabei und Chef Bernd Gerdorm fand die Kulturkanapees „wunderbar“.

Die Familie Hesselbach

Nebenan bei Immobilien Nadja Kockläuner präsentierte die renommierte Lauschsalon-Gründerin Anja Bilabel eine Erzählung des Dichters Joachim Ringelnatz. Das kurze Hör-apiel begleitete Verena Volkmer auf ihrer Harfe. Geschmunzelt werden konnte bei Gastgeber Makoschey, wo Axel Thiemann seine Clown Show zum Besten gab. Legendär wurde es in der Wiehen-Buchhandlung, denn dort erinnerte Jo van Nelsen an „Die Hesselbachs“ aus den 1960er Jahren.

Eine nette Abwechslung

„Die Kulturkanapees sind immer eine nette Abwechslung für den Alltag und in Bad Essen werden so viele schöne Leckerbissen angeboten“, schwärmte eine Besucherin aus Eielstädt. Und ein Gast aus Osnabrück sagte. „Es hat mir jedes Mal gut gefallen, weil es nur abwechslungsreiche Künstler sind – und das macht die Sache interessant. Das Kulturleben in Bad Essen ist sehr gut, sodass das immer im Kalender rot angestrichen wird“, zeigte er sich begeistert.


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