Dörthe Bohne-Eylering stellt aus Eine tierische Truppe im Schafstall Bad Essen

Von Christa Bechtel

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Bad Essen. Ein Hahn krähte im Bad Essener Schafstall.. Kurz darauf quiekten einige Schweine, Kühe muhten, Vögel zwitscherten… die Bilder der Künstlerin Dörthe Bohne-Eylering aus Hasbergen erwachten zum Leben. Auf Einladung des Kunst- und Museumskreises präsentiert sie rund 30 ihrer „Tierischen Ansichten“.

So lautet Titel der neuen Ausstellung, die zur Eröffnung musikalisch von Olaf und Mike umrahmt wurde.

„So viele Leute - ich habe ein tierisch gutes Gefühl“, sagte Andreas Arlinghaus Deutschmann vom Kunst- und Museumskreis, der launig die Einführungsrede übernahm. Er war es auch, der die Malerin vor drei Jahren auf der Ippenburg kennenlernte, als sie dort im Waschhaus ausstellte. Spontan kaufte er seinerzeit „Babsi“, ein treu aussehendes Reh in Porträtformat mit Eichenkranz, im Hintergrund eine Art Tapete. „Als ich dann auch noch ein Schaf entdeckte, war mir klar, dass ich diese bunte tierische Truppe im Schafstall erleben wollte“, meinte er.

Keine Herdentiere mehr

Wer solche Bilder male, kenne die Tiere. „Es sind keine Herdentiere mehr, sondern einzelne Tiere, Individuen. Ein Tier mit seinem eigenen Wesenszug“, sagte Andreas Arlinghaus Deutschmann, der die Besucher aufforderte: „Schauen Sie sich die Bilder an: Der Esel – leicht beschwingt, in Bewegung. Von wegen störrisch und ‚du blöder Esel‘. Alle hängen sie auf Augenhöhe. Und sie halten Blickkontakt von Angesicht zu Angesicht!“ Ideen für neue Bilder bekomme die Künstlerin zum Beispiel aus Büchern oder Zeitschriften, gleich verbunden mit der Überlegung: Wie kann ich dieses Tier positiv in Szene setzen? „Es gibt kein Abmalen, sondern ein Wissen über tierische Proportionen und einen größten Erfahrungsschatz im Umgang mit dem einzelnen liebenswerten Tier“, akzentuierte der KMK-Vertreter.

Denn Dörthe Bohne-Eylering wuchs auf einem Bauernhof im Südoldenburgischen auf, sodass ihr die Tiere besonders ans Herz gewachsen sind. „Aber ich male zwischendurch auch mal ein Stillleben, doch meistens ist ein kleines Tier dabei“, erklärt sie im Gespräch, dass sie erst kürzlich Obst malte – dort seilt sich jedoch eine Spinne ab. Obwohl die Künstlerin bereits mit Öl- und Pastellkreide gemalt hat, sind ihre Tierbilder durchweg in Acryl im Porträtformat entstanden.

Mit Schalk im Nacken

Überwiegend schauen die Tiere der Hasbergerin den Betrachter jedoch spitzbübisch, verschmitzt oder keck, mit Schalk im Nacken an. „Für mich haben die Tiere einen Charakter“, unterstreicht Dörthe Bohne-Eylering. Haben die Tiere bei ihr Zuhause auf dem Bauernhof sie auch angelächelt? „Ein paar schon“, gibt sie lachend zu. Zurzeit sei der Esel ihr Lieblingstier, früher seien es die Kühe gewesen. „Wir hatten die Kuh Anke, die ganz lieb war und auf der wir auch geritten sind“, blickt sie auf ihre Kindheit zurück. Damals habe sie Pferde gemalt, denn: „Mein Opa hat immer Pferde gemalt“, so Mutter von drei Kindern, dass ihr das Malen etwas in die Wiege gelegt wurde. Das ist für die gelernte Bürokauffrau inzwischen zur Passion mit zahlreichen Ausstellungen geworden.

Noch bis zum 11. Novmber

Die „Tierischen Ansichten“ können bis zum 11. November donnerstags bis sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr im Schafstall Bad Essen besucht werden; der Eintritt ist frei.


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