Nane: Am 18. Geburtstag bei DM Bad Essener Vierbeiner Seppi ist „sehr speziell“

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Küsschen und nach München: Nane Grunwald mit Seppi vor der Abfahrt. Foto: Winfred BeckmannKüsschen und nach München: Nane Grunwald mit Seppi vor der Abfahrt. Foto: Winfred Beckmann

Bad Essen Es am 18. Geburtstag nett krachen lassen daheim mit Freunden? Im Prinzip gerne, aber wenn zeitgleich die deutsche Meisterschaft läuft, dann muss die Fete zurückstehen, die nachgeholt werden kann. Erst recht und umso mehr nachgeholt wird, wenn es bei der DM in München rund gelaufen ist für Nane Grunwald und Seppi aus Bad Essen.

„Nicht Stress, sondern locker“, sagt sich die fast 18-Jährige, die täglich und seit drei Jahren ihren Seppi, der eigentlich Sülberg heißt und ein Oldenburger ist, „nicht hart, aber intensiv“, eher „kurz und knackig“ trainiert. Auch in Abstimmung mit Lena Torloxen und Andreas Senger, die Seppi schon vor Nane kannten, der zehn Jahre jung und damit im besten Pferdalter ist.

Freilich ein wenig „tollpatschig“ und damit gerade für die von Eleganz und Geradlinigkeit bestimmte Dressur „eher außergewöhnlich“, sprich „sehr speziell“ ist, der laut Nane „nicht groß nachdenkt“, sondern einfach macht, „dass man lacht“. Und das auch zur Freude ihres Papas Dieter, „der auch an Seppi hängt genau wie ich“ getreu der Devise: „Das Pferd ist ein Familienmitglied.“

Das war zuvor auch Pony Clou, mit dem alles anfing, als Nane gerade drei war und „noch mit Windel“ von ihrer Mama Nicola auf den kleinen Vierbeiner gesetzt wurde. Kein Wunder, dass sie heute maximal eine Woche in Urlaub fährt, „weil ich dann wieder in den Stall muss“. Das gehöre eben dazu, wenn Pferde und Reitsport das Leben prägen.

Genau wie der Zeitaufwand nicht nur am nahenden Wochenende, wenn am Freitag und Samstag in zwei Durchgängen die besten zwölf Talente der 40 Junioren (bis 18 Jahre) in München ermittelt werden nach klarer Vorgabe bei den Richtern. Nane weiß, „dass Seppi sehr speziell ist, was man mögen muss“, aber vielleicht nicht jeder Richter total mag. Er sei eben ein Typ, der ihr auch deshalb besonders ans Herz gewachsen ist, wie er ist.

Und gerade deshalb macht sie ihm und damit sich keinen Druck, auch wenn sie sich natürlich gerne an ihrem 18. Geburtstag für das Finale der besten zwölf qualifizieren möchte. So wie in den Jahren zuvor mit Pony (10.) und Großpferd (7.) je einmal im Gegensatz zum Vorjahr, als Seppi die gewaltige Größe der Aachener Soers gar nicht behagte, was Platz 15 und damit keine Finalteilnahme bedeutete, was sie nicht großartig verwundern kann, „weil es lebendig ist und immer was schiefgehen kann“.

Dabei gibt es für das Erreichen des Finals am Sonntag noch einen ganz besonderen Grund neben der Tatsache, zum letzten Mal bei den Junioren starten zu dürfen, ehe es bei den Jungen Reitern (bis 21 Jahre) weitergeht: Großvater Dieter hat extra seinen Urlaub umgeplant und will dabei sein, wenn seine Enkeltochter mit Seppi auftritt. Dabei darf ein Maskottchen nicht fehlen: ein Stoff-Elefant zum Kuscheln für Seppi im Vorfeld.


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