1025 Jahre Börninghausen Ausnahmezustand im Eggetal und in Büscherheide

Von Cornelia Müller

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Büscherheide/Börninghausen. Vor 1025 Jahren wurde das Dorf Börninghausen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Dieses – nicht ganz runde – Jubiläum war Anlass genug für eine ausgiebige Feier.

Organisiert wurden die drei tollen Tage von der Dorfgemeinschaft „Wir im Eggetal“, die ein Programm zusammengestellt hatte, das allen Altersgruppen etwas zu bieten hatte. Das Konzept ging auf, das Wetter spielte mit und der große Umzug durch Börninghausen, der den offiziellen Schlusspunkt markierte und auf den sich viele besonders gefreut hatten, konnte sich mit mehr als 40 Wagen und Fußgruppen sehen lassen.

Gewinn: Der Limberg rockt

Der Freitag begann mit einem Riesen-Rutsch-Vergnügen für die Jüngsten und einer Premiere – der ersten Börninghauser „Battle of the Bands“. Vier junge Rockbands traten gegeneinander an. Jede hatte eine halbe Stunde, um das Publikum zu überzeugen, das am Ende seinen Favoriten wählte. Den Siegern winkte ein Auftritt beim Festival „Der Limberg rockt“ im Juni 2019. Ganz vorn in der Publikumsgunst landete schließlich die Band „Travelin‘ Waters“ mit ihrer Mischung aus Blues- und Hardrock und nicht nur das Publikum, sondern auch Organisator Sven Becker war hochzufrieden: „Ein super Auftakt. Unsere Erwartungen wurden noch deutlich übertroffen.“

Nicht lautstark, aber lecker

Nicht lautstark, sondern lecker ging das Programm am Samstagmorgen mit einem „Eggetaler Frühstück“ im Festzelt weiter. Mit mehr als 140 Frühstücksgästen, die es sich schmecken ließen, darunter auch Gäste aus der österreichischen Partnergemeinde von Pr. Oldendorf, war auch diese Veranstaltung ein Volltreffer für die Dorfgemeinschaft. Der nächste Höhepunkt war die Zeltfete am Abend, wo nicht nur Top-40-Livemusik für Stimmung sorgte, sondern auch zwei Tanz- und Turngruppen aus dem Eggetal mit ihren Auftritten begeisterten: die „Drums Alive“ des SVE sowie die von Maree Götze geleitete Hip-Hop-Crew. Das Zelt war rappelvoll, getanzt wurde bis zum frühen Morgen und „man merkt, die Leute haben richtig Lust zu feiern“, so Sven Becker.

Paradiesvögel und Niedersachsen

Beim Festumzug am Sonntag wurde das noch einmal ganz offensichtlich. Schon Wochen vorher hatten Vereine, Institutionen und Straßengemeinschaften mit ihren Vorbereitungen begonnen und viel Kreativität bei der Gestaltung ihrer Festwagen an den Tag gelegt. Die Frauen des Rassegeflügelzuchtvereins erschienen im Hennen-Kostüm und verteilten gekochte Eier, auf dem Wagen des Paradieswegs thronte ein bunter Paradiesvogel aus Pappmaché und die Landfrauen präsentierten die von ihnen gebundene Erntekrone. Auch Gäste aus anderen Pr. Oldendorfer Stadtteilen feierten mit und die niedersächsischen Nachbarn aus Büscherheide stellten sogar gleich zwei Wagen und waren, was Begeisterung und gute Laune der Teilnehmer anging, ganz vorn mit dabei. Überall an der rund vier Kilometer langen Strecke saßen oder standen Zuschauer, die die Wagen mit Jubel empfingen, und in den Vorgärten grüßten sogar selbstgemalte Transparente („We love Börninghausen“) die Teilnehmer.

Mit Kaffee und Kuchen im Festzelt klang das Jubiläumswochenende dann allmählich aus. Immerhin können sich die Börninghauser nun mit der abgewandelten Fußballweisheit „Nach der Feier ist vor der Feier“ trösten: Bis zum nächsten großen Fest im Eggetal, „Der Limberg rockt“, sind es nur noch zehn Monate.


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