In der St.-Marien-Kirche Ausstellung „Verfolgte Christen weltweit“ in Bad Essen

Von Christa Bechtel

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Sie bereiten die Ausstellung „Verfolgte Christen weltweit“ in Bad Essen vor. Von links: Erich Adler, Peter Knödgen und Alfred Möllers. Es fehlen Klaus Horstmann und Klaus Esrom. Foto: Christa BechtelSie bereiten die Ausstellung „Verfolgte Christen weltweit“ in Bad Essen vor. Von links: Erich Adler, Peter Knödgen und Alfred Möllers. Es fehlen Klaus Horstmann und Klaus Esrom. Foto: Christa Bechtel

Bad Essen. Von München kommt sie nach Bad Essen – die Ausstellung „Verfolgte Christen weltweit“, die in der Zeit vom 2. Oktober bis 4. November in der katholischen Pfarrkirche St. Marien in Bad Essen präsentiert wird. Stefan Stein von „Kirche in Not“ München wird sie in den Kurort bringen und aufbauen.

Verantwortlich und Ansprechpartner für die Ausstellung sind in Bad Essen Klaus Horstmann, Peter Knödgen, Klaus Esrom, Erich Adler und Alfred Möllers. Die Idee hatte Klaus Horstmann. „Er hat uns das im Pfarrgemeinderat vorgeschlagen. Diese Idee haben wir dann in den Kreis der Männerrunde mitgenommen“, erläutert Peter Knödgen und weist sogleich darauf hin: „Wir haben jeden ersten Montag im Monat um 7 Uhr ein Morgenlob für Männer mit anschließendem Frühstück.“

In einer Verteidigungsposition

Seit Ende vergangenen Jahres habe sich die Gruppe mit dem Thema auseinandergesetzt. „Weil diese Not der Menschen, die verfolgt werden, schon sehr groß ist“, betont der Linner. Daher wolle man mit dieser Ausstellung das Thema einem größeren Publikum bewusst machen, denn: „Es ist ja nicht nur die Not durch Krieg und Vertreibung, sondern auch in unserem Mitteleuropa hat man oft das Gefühl: wenn ich mich als Christ bekenne, werde ich schief angeguckt“, meint Knödgen, dass man dann in eine Verteidigungsposition komme.

Was dem Vorbereitungsteam besonders wichtig war: „Wir haben alle Kirchen im Wittlager Land mit ins Boot genommen. Alle, ob Baptisten, Evangelische oder Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirchen (SELK). Und ob Bohmte oder Hunteburg – wir wollen auch Melle mit dazu nehmen“, unterstreichen die Männer, dass sie das Thema breit streuen wollen. Daher haben sie auch die Schulen in Kenntnis gesetzt.

13 großflächige Banner

Konzipiert wurden die 13 großflächigen Banner als Wanderausstellung von „Kirche in Not“, ein internationales katholisches Hilfswerk. In zwölf kurzen Länderporträts wie Ägypten, China, Eritrea, Irak, Nigeria, Pakistan, Syrien oder Vietnam wird über die Situation der verfolgten Christen informiert. Offizielle Eröffnung ist am 6. und 7. Oktober im Rahmen der Sonntagsgottesdienste der Pfarreiengemeinschaft Ostercappeln, Schwagstorf, Bad Essen. Die Schau endet am 4. November um 17 Uhr mit einer Abendandacht in der St-Marien-Kirche Bad Essen. Diese erhält durch die Beteiligung der Schola und durch Taizégesänge einen besonders festlichen Rahmen.

Vortrag und Gespräch

Zum Rahmenprogramm zählen ein Vortragsabend am 9. Oktober, 19.30 Uhr, mit Horst Bringmann aus Osnabrück, Pastor im Ruhestand, sowie ein Gesprächsabend am 25. Oktober, 19.30 Uhr, jeweils im Pfarrheim der Marienkirche Bad Essen. Pastor Bringmann und seine Frau Inge betreuen in Osnabrück eine Gruppe Christen aus dem Iran. Zudem hat der Geistliche vor zwei Jahren mit anderen Christen Nord-Korea bereist. Thema des Gesprächsabends ist die Situation der verfolgten Christen im Nahen Osten; dazu wurden geflüchtete Christen eingeladen.

Einen Impuls setzen

Ziele des Ausstellungsprojektes „Verfolgte Christen weltweit“ sind: Information über die Länder, in denen Christen verfolgt werden und über die Lage der bedrängten und verfolgten Glaubensgeschwister, die Einladung zum Gebet, aber auch die Bitte um eine Spende. „Zudem soll ein Impuls gesetzt werden, unseren christlichen Glauben stärker wertzuschätzen und ihn überzeugender zu leben. Gleichzeitig soll die Ausstellung aber auch ein Anruf und Aufruf zur Toleranz und zum Respekt gegenüber Menschen anderer Religionen und gegenüber Menschen sein, deren Menschenwürde missachtet wird“, akzentuiert das Vorbereitungsteam.

Täglich von 10 bis 18 Uhr

Der Besuch der Ausstellung, die täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden kann, ist kostenfrei; um Spenden für die Kirchen in Not wird gebeten. Darüber hinaus bietet die Kirchengemeinde zu jedem gewünschten Termin Führungen für Gruppen an.


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