Musical zum Schulgeburtstag 107 Achtklässler gehen in Bad Essen auf Zeitreise

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Bad Essen. Wenn 107 Schülerinnen und Schüler eines kompletten Jahrgangs der Oberschule Bad Essen zusammen ein Musical einstudieren (und selbstverständlich aufführen) muss das einen besonderen Grund haben. Stimmt. Den 150. Geburtstag der Oberschule Bad Essen.

Die Premiere des Musicals „Zauberhafte Zeiten – eine Reise in die Vergangenheit“ bildete nach der offiziellen Feierstunde mit Grußworten und der Festansprache von Günter Harmeyer den zweiten Teil des Jubiläums. Die Ankündigung übernahm Nicole Tenorth-Kanther, die stellvertretende Schulleiterin. Der Aufforderung „Genießen Sie die Premiere“ folgte das Publikum in der Aula der Oberschule bereitwillig. Dabei gab es ein Potpourri von Handlung, Musik, Tanz und Gesang – so wie es sich für ein Musical gehört.

Theater hat an der Schule Tradition. Aber dass 107 Siebtklässler (jetzt Jahrgang 8) mit der Erarbeitung des Musicals starten, erfordert einiges. Im Projektunterricht wurde die Geschichte rund um die Zeitmaschine immer weiter entwickelt. Was dabei herauskam, beeindruckte, sorgte für Stimmung und für so manchen Lacher.

Schließlich finden sich in dem Stück viele bekannte Namen aus dem Schulleben wieder. Damit alle auch alles dank neuem Headset gut verstehen konnten und zudem ein Probenwochenende für alle am Alfsee stattfinden konnte, sorgte eine Spende der „Felicitas und Werner Egerland“-Stiftung.

Machen Sie was

Alles fing mit dem Auftrag an, den Schulleiter Kurt Rieke erteilt: „Machen Sie was zum Jubiläum“. Etwas Entscheidendes geschieht, als der Hausmeister in einer Klasse bittet, beim Tragen von Stühlen zu helfen. Die Schülergruppe stößt im Keller auf eine komische Kiste, die sich als (funktionierende) Zeitmaschine entpuppt. „Geb‘ mal was ein, wir sehen was passiert“, hieß es – und schon war das Jahr 1950 mit Rock‘n Roll, einem Klassenzimmer mit braven Kindern und dem Schlager „Pack die Badehose ein“ erreicht. Die Schüler waren froh, nicht in dieser Zeit den Unterricht besucht zu haben.

Flowerpower 1974

Weit ging’s per Zeitmaschine in das Flowerpower-Jahr 1974 (Müssen wir heute wieder das machen, was uns gefällt?) und California Dreams. Klar, dass auch das Schulgründungsjahr 1868 angesteuert wurde. Damit verbunden die Überlegung: „Vielleicht bekommen wir heraus, wo die Zeitmaschine herkommt?“ Das gelang. Aber das ist eine andere Geschichte, deren Auflösung Besucher weiterer Aufführungen erfahren... Erfinder Prof. Dr. Sagebiel spielt dabei ebenso eine Rolle wie drei Zeitreisende, der Besuch von Konzerten berührter Musiker (von den Beatles bis Michael Jackson und Asher) zusammen mit Kellnerin Marlene. Der Gelehrte stellte zum Schluss fest: „In der Jetztzeit ist es doch am schönsten.“

Ein Geständnis

Schulleiter Kurt Rieke hatte Blumen parat für das Lehrerinnenteam, das zusammen mit den Schülern das Musical entwickelt hatte – für Beate Feldkamp (Theater), Dorothea Horstmann Meyer und Anna Vollmer (Gesang), Gesa Tiemeyer und Vanessa Nebb (Tanz) und Maren Schwarzer (Bühnenbild). Er gestand in Richtung der Schüler: „Eigentlich wollte ich damals abraten, aber ihr habt mich eines Besseren belehrt.“


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