Traditionelles Sommerfest Ein Aktivmarkt nach Maß in Hüsede

Von Christa Bechtel

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Hüsede. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen um die 24 Grad gaben sich am Sonntagnachmittag etliche kleine und große Besucher auf dem Festplatz in Hüsede ein Stelldichein. Anlass dafür war das traditionelle Sommerfest, zu dem der Verschönerungsverein Hüsede Jung und Alt eingeladen hatte.

An über 20 verschiedenen Ständen rund um Hobby, Kunst und Handwerk konnten die Besucher teilweise sogar selbst aktiv werden. Daher hatten die Macher dem Ganzen auch den Namen „Aktivmarkt“ verliehen. So konnten die Kinder bei der örtlichen Feuerwehr zum Beispiel eine Wasserbaustelle entstehen lassen mittels Abwasserrohren. „Das sind zwei Meter Rohre mit Bögen. Dazu kommen Cola-Kisten, damit wir die Höhenunterschiede ausgleichen können. Aber die Kinder müssen alles selbst aufbauen. Anschließend können sie Enten und kleine Bälle durch die Rohre schießen“, erläuterte Holger Janssen.

Armbänder oder Schlüsselanhänger

An einem weiteren Stand konnten die Kinder Armbänder oder Schlüsselanhänger herstellen. Finn Luca hatte in seinem Armband sogar seinen Namen integriert. Bei der Hüseder Theatergruppe entstanden sowohl für Männer, als auch für Frauen kecke Hüte – ein toller Sonnenschutz.

Zum Taschenbemalen lud der Hüseder Verein „Rundherum“ die Kinder ein. Und abermals präsentierte die Dreschgemeinschaft Hüsede ihre Trecker. Das Hüseder Komitee Trouville-Alliquerville hatte dagegen Aperol oder Crepes mit Nutella, Marmelade, Zimt und Zucker, Käse und Salami im Angebot.

Selbst gemachte Marmelade

Aber auch Kuschelsocken – es wird sicher demnächst wieder kälter – und XXL-Topflappen, Pflanzen oder selbst gemachte Marmelade konnten die Besucher mit nach Hause nehmen. André Horst und sein Sohn Lasse offerierten selbst gemachten Honig, aber auch Propolis Tinktur sowie eine Handcreme, in der Bienenwachs und ebenfalls Propolis enthalten ist. Übrigens eine von Bienen hergestellte harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler und antimykotischer Wirkung.

Viel Liebe zum Detail

Inge Butzek, Urgestein des Marktes, war in diesem Jahr mal nicht mit ihrem Spinnrad dabei, sondern hatte den Nähkasten ihrer Mutter mitgebracht. „Weil mein Vater während der Kriegszeit 1942/43 diese Eichenbrettchen geschnitzt und gesägt hat“, blickt sie auf ihre Kindheit. Neugierig habe sie damals ihren Vater gefragt: „Was soll das werden? Das ist ein Geheimnis, hat er gesagt“, erzählt sie schmunzelnd in Erinnerung, dass ihre Mutter diesen Nähkasten dann zu Weihnachten bekam. Liebevoll und mit viel Liebe zum Detail hatte der Vater damals mit seinem Taschenmesser die einzelnen Platten ausgeschnitzt, sodass er bis heute für die Hüsederin ein Kleinod ist, das nun die Besucher bestaunen konnten.

Herausragendes Engagement

Natürlich gab es vom Backteam auch Kaffee und leckeren Kuchen. „Wir haben insgesamt 47 bekommen“, freute sich die Vorsitzende des Verschönerungsvereins, Petra Grothaus, über dieses herausragende Engagement. Weiter hob sie hervor: „Die Aussteller mussten kein Standgeld bezahlen, aber wir freuen uns natürlich über eine Spende. Damit wir unser Beihaus, in dem der Holzwurm drin ist, renovieren können.“

Weitere Spenden für die Sanierung dieses schmucken Gebäudes können beim Verschönerungsverein abgegeben werden. Danke sagt Petra Grothaus auf diesem Weg den gut 50 Helfern, die geschlagene sechs Tage im Einsatz waren. „Ob Grün holen, kränzen oder Auf- und Abbau“, zählt sie nur einige Arbeiten auf. „Ohne sie geht es nicht“, betont die Vorsitzende, die sich mit vielen anderen bereits auf das Sommerfest 2019 freut.


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