Fuß war durch Band abgeschnürt Jungstorch mit Handicap fliegt gen Süden

Von Martin Nobbe


Pr. Oldendorf. Warum die Altstörche auf dem Horst vor der Stiftskirche von Levern im April einen Nestwechsel nach Pr. Oldendorf-Getmold in der Niederheide unternommen haben, darüber kann nur spekuliert werden.

Fakt ist aber, dass sich die Rotschnäbel auf dem Horst zwischen zwei Windrädern an der Grenze zum Altkreis Wittlage sofort heimisch gefühlt und Hochzeit gefeiert haben. Nach einer Brutzeit von 32 Tagen erblickten drei Jungstörche das Licht der Welt. Das Glück der Rotschnäbel schien perfekt.

Ein Jungstorch verstarb. Die zwei anderen Jungstörche entwickelten sich normal. So schien es jedenfalls für den Betrachter von unten. Als Stefan Bulk aus Lübbecke dann aber die Jungstörche beringen wollte, musste er feststellen, dass das Adebar-Duo verletzt war. Die Storchenfüße waren durch Fremdmaterial, dass durch die Altstörche eingeflogen worden war, regelrecht abgeschnürt.

Mit viel Geschick konnte Stefan Bulk einen Jungstorch von dem Fremdmaterial befreien und somit seine Füße retten. Bei dem anderen Storch konnte Bulk zwar auch das Material entfernen aber nicht mehr seinen Fuß retten. Die Abschnürung hatte einen Fuß des Jungstorchs absterben lassen.

Bleibt nur, dem Storch mit Handicap die Daumen zu drücken, dass er die Reise in den Süden auch einbeinig übersteht.


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