Folge des Supersommers Wittlager Freibäder freuen sich über Rekordzahlen

Von Andreas Schnabel


Bad Essen. Der Supersommer hat überaus positive Auswirkungen auf die Besucherzahlen in den Freibädern. In Bad Essen haben sich in diesem Jahr bereits mehr als 60 000 Besucher in die Sole-Fluten gestürzt.

Dank der brütend heißen Temperaturen war das Bad Essener Sole-Freibad in diesem Jahr fast täglich gut besucht und erreichte bekanntlich erst vor wenigen Tagen die 50 000er-Marke. Und mit Lina Triller aus Ostercappeln, die als immerhin 50 000. Besucherin das im vergangenen Jahr sanierte Sole-Freibad betrat, konnte eine Jubilarin auch entsprechend geehrt werden.

Die Besucherzahlen pendeln in der aktuellen Badesaison zwischen 100 an (wenigen) schlechten Tagen und 2400 an Spitzentagen, wie Carsten Meyer, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, im Gespräch mit unserer Redaktion betont.

Das Bad ist bis zum 31. August montags bis freitags von 6.30 bis 20 Uhr geöffnet. Ab dem 1. September bis zum Saisonende kann das Freibad jeweils in der Zeit von 7 Uhr bis 19 Uhr besucht werden. An Wochenenden und an Feiertagen öffnet das Freibad von 8 Uhr bis 19 Uhr.

Auch in der Nachbargemeinde Bohmte gibt es rekordverdächtige Zahlen. Der 25 000. Freibadbesucher erschien dort bereits am 16. Juli. Tendenz wie in Bad Essen: weiter steigend. Denn sonnige Tage machen nun einmal bei allen Semestern Lust auf Wasser.

Nicht nur eine Steigerung, sondern eine „sehr deutliche Steigerung“ verzeichnen nach Auskunft von Stadtsprecher Jürgen Krämer die fünf Meller Freibäder in der laufenden Saison.

Demnach zählte das Wellenfreibad von Mai bis Ende Juli 57925 Gäste. Im Vorjahreszeitraum waren es 34827, was eine Erhöhung von 66 Prozent entspricht. Positive Rückmeldungen gibt es auch aus den anderen vier Freibädern im Stadtgebiet.

Immer mehr Freibäder in Deutschland allerdings schließen. Am Beispiel des Freibades Ueffeln, das zur Stadt Bramsche gehört und ebenfalls von der Schließung bedroht ist, berichtet das ARD-Mittagsmagazin über das Thema.

Die Dreharbeiten sind am Mittwoch, 15. August, ab 14 Uhr. Deutschlandweit schließen immer mehr Freibäder. Allein 2017 seien 175 Freibäder geschlossen worden, berichtete die Tagesschau. Auch das Freibad in Ueffeln ist von Schließung bedroht. Beckenkopf und Technik genügen nicht mehr den heutigen Standards. Im Herbst soll entschieden werden , ob in das Bad investiert oder es geschlossen wird.

Das Problem von Freibädern in Deutschland ist, dass sie praktisch nicht kostendeckend betrieben werden können. Die Saison geht meist nur von Anfang Mai bis Ende August. Die in dieser Zeit eingenommenen Eintrittsgelder decken dabei nur rund ein Drittel der Kosten, heißt es vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. „Das macht es für Kommunen vielfach schwierig, die Bäder zu betreiben und die Kosten für Sanierung oder gar Neubau aufzubringen“, schreibt Gerd Landsberg, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes in einer Mitteilung.


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