Allee am Friedhof in Bad Essen Linden „in ihrer Vitalität eingeschränkt“

Von Andreas Schnabel


Bad Essen . Drei der insgesamt 16 Linden am Harpenfelder Weg in Bad Essen sind gefällt worden.

Gleichzeitig wurde die mächtige Buche im Familienpark bis auf einen kleinen Baumrest gefällt. Der Baum, der über 100 Jahre alt war, war laut dem Gutachten von Dipl.-Ing. Dieter Böttcher von progrün böttcher (Zertifizierte Baumkontrollen, Baumdiagnoseuntersuchungen, ökologische Gartengestaltung) vom Brandkrustenpilz befallen.

Alle Bäume waren zuvor begutachtet worden.

Der starke Befall der Lindenallee mit Misteln sei ein Indiz dafür, „dass die betroffenen Bäume in ihrer Vitalität bereits eingeschränkt sind“, so ein von der Gemeindeverwaltung Bad Essen beauftragter Gutachter.

Bei weiteren Bäumen am Harpenfelder Weg müssten Totholz und gebrochene Äste entfernt werden, um die Verkehrssicherheit gewährleisten zu können, hieß es im Vorfeld. Bürger stellten die Frage, warum die drei Bäume nicht auf den Stock gesetzt wurden.

Die Gründe für die Schwächung der Linden können nach Aussage des Gutachters vielfältiger Natur sein. Globale Veränderungen wie Temperaturanstieg und milde Winter können dabei ebenso eine Rolle spielen wie das Alter der Bäume von rund 150 Jahren.

Vor dem Straßenausbau 2009 war im zuständigen Fachausschuss und im Gemeinderat vor den möglichen Folgen für die Lindenallee gewarnt worden.

Die beauftragte Firma aus Mettingen wird die Baumfäll- und Pflegearbeiten am Harpenfelder Weg bis zum 9. August ausführen, wobei zum Schuljahresbeginn die Arbeiten abgeschlossen sein sollen.


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