Symbol für die Region Burg Wittlage steht weiter zum Verkauf

Von Andreas Schnabel und Frederik Tebbe

Das Tor zur Burg Wittlage. Foto: Oliver KratoDas Tor zur Burg Wittlage. Foto: Oliver Krato

Wittlage. Burg Wittlage, die dem Kreis den Namen gab und heute wie vor mehr als 700 Jahren das Symbol des Wittlager Landes ist, soll weiterhin verkauft werden. Elke Mussenbrock von der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO), die Eigentümerin der Burg ist. sagte auf Anfrage, es gebe bislang keine Neuigkeiten, die Burg stehe weiterhin zum Verkauf.

Aktuell gebe es keinen Interessenten. Nach Informationen unserer Zeitung gab es in den vergangenen Jahren Ortstermine unter anderem mit dem Deutschen Jugendherbergswerk und einer Privatperson aus dem Wittlager Land. Diese und weitere Interessenten haben letztlich abgesagt.

2013 stellte die HHO ihre Arbeit auf der Burg ein, wo es Wohngruppen und eine Tagespflege für behinderte Menschen sowie ein Tagungs- und Gästehaus gab.

„Nicht zeitgemäß“

Als Gründe für die Verkaufsabsicht nannte die Heilpädagogische Hilfe seinerzeit, dass große Objekte nicht mehr zeitgemäß seien, was letztendlich dazu führe, „dass wir die Burg nicht wirtschaftlich betreiben können“.

Die Burg Wittlage, 1309 durch den Osnabrücker Bischof Engelbert II. als Grenzfestung gegen Diepholz und Minden erbaut, ist ein steinerner Zeuge der Regionalgeschichte und das Symbol der Wittlager Identität.

Mehrfach geplündert

Im Verlauf des 30-jährigen Krieges mehrfach geplündert, wurde das historische Gebäude ab 1716 Sitz des Amtsvogtes und verschiedener Verwaltungen.

Nach der Gebietsreform von 1972 und der Auflösung des Landkreises Wittlage wurde die geschichtsträchtige Burganlage mit ihrem siebengeschossigen Turm über viele Jahre hinweg als Tagungs- und Bildungsstätte des neuen Landkreises Osnabrück genutzt. Später übernahm die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO), die auch heute noch Besitzerin der Immobilie ist, die Räumlichkeiten.


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