Neue Ausstellung ab 10. August Fotografie und Lichtkunst im Schafstall Bad Essen

Von Christa Bechtel

Eine schwarz-weiß-Arbeit von Sonia Wohlfahrt Steinert aus der 

            
„serie a“. Repro: Christa BechtelEine schwarz-weiß-Arbeit von Sonia Wohlfahrt Steinert aus der „serie a“. Repro: Christa Bechtel

Bad Essen. Die Arbeiten von Sonia Wohlfahrt Steinert nutzen den Moment, erforschen ihn. Auf Einladung des Kunst- und Museumskreises stellt die Künstlerin ihre „Fotografie und Lichtkunst“ bis Mitte September im Bad Essener Schafstall an der Bergstraße aus.

Die Vernissage ist am Freitag, 10. August, 20 Uhr. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt Friederike von Behren, die an der Universität Osnabrück für Fotografie zuständig ist.

Für den musikalischen Rahmen sorgen Julia Ogrodnik, Saxofon, und Oskar Ogrodnik, Klavier.

In Peru und Mexiko

Sonia Wohlfahrt Steinert wurde in Pacasmayo in Peru geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit in Lima/Peru und Mexico City, wuchs aber auch in Bielefeld auf. Heute lebt und arbeitet sie in Osnabrück und Berlin und kann auf zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen (Kataloge) zurückblicken. Seit 2004 betreibt die Künstlerin ein Intervision-Studio in Osnabrück und organisiert Ausstellungen für Fotografie und angrenzende Richtungen.

Ob abstrakt, humorvoll oder experimentell, mit Distanz oder aus der Nähe: Sonia Wohlfahrt Steinert zeigt im Schafstall Arbeiten aus ihren Fotoserien „words“, „serie a“ und „macro“. Darüber hinaus die beiden Kurzfilme „Ein Stück vom Licht“ und „memoria“.

Wörter und Worte

Wörter und Worte stehen bei „words“ im Mittelpunkt, von gesprühten „tags“ bis zu Initialen auf Bambus. Es finden sich Fotos, die nur scheinbar zusammengehören; einige sind gedreht aufgehängt und bekommen dadurch eine andere Bedeutung. Die „serie a“ zeigt schwarz-weiße Fotografien, Rückansichten von Menschen, denen durch das Entfernen aller Umräume ein Gemisch aus Überraschung und Geheimnis eingegeben ist. Leere, die manchen beunruhigt. Fülle, die manchen beruhigt.

Filmisches Experiment

Fotografien von Blumen sind Ausgangsmaterial für die Projektion „Ein Stück vom Licht“ von 2015. Das filmische Experiment untersucht, was mit den Fotos passiert im Kontext, in der Bewegung als Sequenzen. „Ein Stück vom Licht“ betont Farb- wie Hell-Dunkel-Werte und Details. Farbflächen verschmelzen zu einem klaren Blick auf das Diffuse im Nahbereich. Widersprüchliches erfrischt und ermuntert zu hintergründigem Spekulieren.

„Ein Stück vom Licht“

Fortsetzung des filmischen Experiments „Ein Stück vom Licht“ ist der Kurzfilm „memoria“ von 2016 bis 2018. Das Filmexperiment untersucht, wie sich ähnlich anmutende Bilder verhalten, wenn sie sich in einem zeitlichen Kontext befinden. Entsteht daraus so etwas wie eine Erzählung?

Bis zum 16. September

Die Ausstellung kann nach der Vernissage bis zum 16. September donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr im Bad Essener Schafstall besucht werden.


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