Die Region schwitzt und genießt So schmeckt der Super-Sommer im Wittlager Land

Von Andreas Schnabel


Altkreis Wittlage. Megahitze, Saharahitze, Hitzewarnungen allerorten. Mensch und Tier macht die Hitze im Wittlager Land zu schaffen.

Die gesamte Region schwitzt und stöhnt. Und doch genießen viele Menschen den Sommer. Ihnen schmeckt der Sommer: Ob im Schwimmbad, beim Eis oder bei kühlen Getränken. Sommerhitze ist bei allen Belastungen immer auch das, was man daraus macht.

Doch es gibt viele Belastungen: Natur, Umwelt und Straßen leiden.

Die anhaltend hohen Temperaturen und fehlende Niederschläge haben die Bodenvegetation und den Oberboden in weiten Teilen des Wittlage Landes sehr stark ausgetrocknet.

Damit Waldbrände in der heimischen Region gar nicht erst entstehen, richten die Feuerwehren an Waldbesucher die dringende Aufforderung, sich an das Rauch- und Feuerverbot im Wald oder in Waldnähe zu halten.

Warnung der Feuerwehr

Auch sollten Autos nicht über trockenem Gras geparkt und Zigarettenkippen nicht aus dem Auto geworfen werden. Sollte dennoch ein Feuer entstehen, sei jeder dazu aufgefordert, unverzüglich den Notruf 112 zu wählen.

Aufgrund der anhaltenden Hitze brauchen Vögel nach Einschätzung von Naturschützern mittlerweile dringend Hilfe. „Die Vögel leiden unter dem Wassermangel“, warnt Bernd Quellmalz vom Bremer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Derzeit trockneten immer mehr natürliche Wasserstellen aus. Sogar in Gräben und manchen Teichen stehe nur noch wenig Wasser. Deshalb sei es wichtig, jetzt Vogeltränken aufzustellen. Die müssten aber auf jeden Fall sauber bleiben.

Nicht nur die Zweibeiner, auch die Tiere im Stall und auf der Weide wollen Abkühlung und haben Durst, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Außerdem sind die Tiere träge, fressen weniger, und ihre Leistungsfähigkeit sinkt. Bei den Kühen geht dann die Milchleistung zurück. Sie suchen sich schattige Plätze und hoffen auf einen kühlenden Wind. Viele Landwirte verlegen die Weidehaltung in die Nacht und holen die Kühe tagsüber in den Stall.

Dort werden alle Türen, Fenster und Jalousien geöffnet und die Ventilatoren für die Belüftung auf die höchste Stufe gestellt. Wenn Sprinkleranlagen installiert sind, sorgen die für eine zusätzliche Erfrischung und Abkühlung.

Übrigens: Anders als Kühe können Schweine nicht schwitzen. Sie gleichen die Temperaturen über die Atmung aus.


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