90. Geburtstag von Gerda Gardemann Große Liebe in der Nachbarschaft in Heithöfen gefunden

Von Gertrud Premke

Die Orchidee darf beim 90. Geburtstag von Gerda Gardemann aus Heithöfen nicht fehlen. Ortsvorsteher Heinrich Spethmann (rechts) hatte sie mitgebracht – links Sohn Rolf Gardemann. Foto: Gertrud PremkeDie Orchidee darf beim 90. Geburtstag von Gerda Gardemann aus Heithöfen nicht fehlen. Ortsvorsteher Heinrich Spethmann (rechts) hatte sie mitgebracht – links Sohn Rolf Gardemann. Foto: Gertrud Premke

Heithöfen. Gerda Gardemann, geborene Rötker, die zweitälteste Einwohnerin der kleinen Ortschaft Heithöfen feierte ihren 90. Geburtstag.

Die Jubilarin wurde am 23. Juli 1928 in Heithöfen als einzige Tochter auf dem Hof Rötker geboren. Die Eltern betrieben eine Landwirtschaft und da der Vater aus dem 1. Weltkrieg verwundet heimgekommen und kriegsversehrt war, wurde sie bereits als Kind sehr früh zur Mitarbeit auf dem Hof herangezogen. „Es war damals alles schwere Handarbeit,“ berichtet die 90-Jährige. Viel Freizeit gab es somit nicht. Ihre große Liebe fand sie in der Nachbarschaft. „Es lagen nur zwei Häuser dazwischen und Franz, meinen späteren Mann, kenne ich aus Kindheit, Schule und wir waren zugleich auch Nachbarn“, so die Seniorin.

Zwei Höfe bewirtschaftet

Die Liebe wurde mit der Hochzeit auf dem Hof Rötker im Jahr 1952 besiegelt. 13 Monate später wurde Sohn Horst geboren und 1956 Sohn Rolf. Gerda Gardemann heiratete in die Landwirtschaft ihres Ehemannes hinein, fortan mussten beide Hofstellen gleichzeitig bewirtschaftet werden. „Die guten Kühe standen hier auf dem Hof und nach dem Melken ging es dann zum elterlichen Hof, wo die weniger ergiebigen standen. So musste man nicht so viel Milch befördern“, erzählt die Jubilarin, die zeitlebens in der Landwirtschaft tätig war, die zur damaligen Zeit nicht nur aus der Pflege von Haus und Garten bestand, sondern stets mit harter körperlicher Arbeit draußen auf dem Feld verbunden war.

Gerda und Franz Gardemann traf 1969 ein harter Schicksalsschlag, als Sohn Horst 17-jährig verstarb. 2005 verstarb Ehemann Franz.

Grüner Daumen

Erst nach der im Laufe der Zeit abnehmenden Arbeit konnte Gerda Gardemann ihren Hobbies nachgehen. Sie liebte stets das Kochen, was sie in späteren Jahren intensivierte, und die Blumenzucht. Hier hatte sie einen ganz besonderen „grünen Daumen“. Mit ihrer Orchideenpracht beeindruckte sie vor einigen Jahren auch schon die Leser des Wittlager Kreisblattes.

Die Geburtstagsfeier fand im engeren Kreis zu Hause statt. Selbstverständlich gehörten Sohn Rolf und Schwiegertochter Monika, die im gleichen Haus leben, und zwei Enkelkindern dazu. Von der Ortschaft Heithöfen gratulierte auch im Namen der Gemeinde Bad Essen Ortsvorsteher Heinrich Spethmann. Glückwünsche wurden ebenfalls von Hanna Kleine-Heitmeyer als Vertreterin der Kirchengemeinde Lintorf, überbracht. Weitere Gratulationen kamen vom Sportverein Levern.


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