„N.B.A. – Never Be Average“ Wir haben einfach Spaß am Basketball in Bad Essen“


Bad Essen. Alles, außer gewöhnlich – alles außergewöhnlich! Das Basketballcamp „N.B.A. – Never Be Average“ des TuS Bad Essen hat 50 Mädchen und Jungen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Stettin (Polen) unvergessliche Erinnerungen beschert. „Damit ist das Maximum jetzt aber auch erreicht“, sagte Organisator Lars Herrmann nach fünf abwechslungsreichen Tagen.

18 Spielerinnen und Spieler aus drei Vereinen waren es bei der Premiere 2016. Im vergangenen Jahr hatten sich schon 30 Kinder und Jugendliche aus zehn Klubs angemeldet. „50 ist noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Dass auch das dritte Camp in so toller Erinnerung bleiben wird, dazu haben auch die Teilnehmer erheblich beigetragen, denn es war eine äußerst höfliche und lernwillige Gruppe“, lobte der 30-jährige Trainer. Und eine bemerkenswert mutige dazu.

„An Grenzen gegangen“

Zum Programm gehörte nämlich ein Ausflug in den Hoch- und Niedrigseilgarten in der Nähe ihrer Unterkunft Haus Sonnenwinkel. Die höchste Plattform befindet sich 13 Meter über dem Boden. Mit einem beherzten Schritt ins Nichts begann der freie Fall, die anderen mussten dafür sorgen, dass er oder sie langsam auspendelt und wieder Boden unter den Füßen bekommt. „Es war erstaunlich, wie viele Mädchen und Jungen sich das tatsächlich getraut haben. Selbst einige Elfjährige. Alle sind bis an ihre Grenzen oder sogar darüber hinaus gegangen“, zeigte sich Herrmann beeindruckt.

Aus 19 Vereinen

Hierbei sicherten zum Beispiel Rumen und Titus aus Ebstorf sowie Laurenz (Münster) und Kobi (Oldenburg) waghalsige Jugendliche wie Kalle aus Osterholz-Scharmbeck. Schon nach drei Tagen war das Vertrauen in die zuvor fremden Teilnehmer so groß, dass viele diese Chance ergriffen und sich in die Tiefe stürzten. Obwohl insgesamt Basketballerinnen und Basketballer aus 19 Vereinen vertreten waren, war es genau diese Vielfalt, die für eine besondere Atmosphäre sorgte.

Philip aus Hüllhorst berichtete vom tollen Zusammenhalt und dass alle mit viel Leidenschaft dabei gewesen sind. Omar, Noah und Adrian aus Bad Essen waren immer für Julian (14) aus Berlin und Kasper (14) aus Stettin da. „Es war toll, etwas mal von neuen Trainern erklärt zu bekommen und andere Leute um sich herum zu haben“, ergänzte Lilli aus Bürgerfelde.

Rund um die Uhr da

Deren Vorkenntnisse waren ganz unterschiedlich: Antonia, Katharina und Thea spielen für die Junior Panthers Osnabrück in der U-18-Bundesliga der Mädchen (WNBL), Renke, Kobi (beide Oldenburg), Bjarne (Hamburg Sharks) und Julian (Stahnsdorf) werden kommende Saison in der U-16-Bundesliga der Jungen (JBBL) spielen. Greta, Florian, Hannes, Floris und ein weiterer Florian hatten dagegen zuvor fast nur in der Schule und auf dem eigenen Hof gespielt. „Wir haben einfach Spaß am Basketball und können hier viel lernen“, sagte Hannes.

Drills und Spiele

Zum Beispiel von Individualcoach Paul Gudde. Seine Trainingseinheit am zweiten Tag des Camps sowie die täglichen Drills und Spiele mit den Amerikanern Torrell Martin und Michael Payne zählten zu den beliebtesten Programmpunkten. Aber auch Julia Herrschaft, die wie Herrmann, Martin und Payne rund um die Uhr für die Gruppe da war, konnte mit ihrem Workshop zum Thema Selbstverteidigung und Selbstbehauptung punkten. Die Polizistin zeigte ihnen unter anderem, wie sie ihre Stimme effektiv einsetzen und sich im Notfall wehren können.

Was blieb noch in Erinnerung? Allen voran für die jüngeren Mädchen der Besuch von Melina Knopp, Kapitänin der GiroLive Panthers Osnabrück (2. Bundesliga). Sie hatte ihre Basketballschuhe mitgebracht und spielte ein Turnier an der Seite der teilnehmenden Mädchen mit. Fabian Bleck von den Eisbären Bremerhaven (Bundesliga) freute sich über die vielen Fragen und das Interesse an seiner Person. „Ich habe, glaube ich, noch nie so eine wissbegierige Gruppe vor mir gehabt“, lobte der 25-Jährige, wobei sich zahlreiche Fragen darum drehten, wie sich Diabetes auf seinen Trainings- und Spielalltag auswirkt.

„Megageile Woche“

Und so fand eine „mega-geile Woche“ (Zitat Henrike) dann doch ein Ende, mit dem 14-jährigen Tristan aus Beverstedt als MVP (Most Valuable Player). Er hatte bei Quizfragen und Wettkämpfen die meisten Punkte aller Teilnehmer gesammelt. Zur Belohnung gab es einen gravierten Ball und Pokal.

Doch niemand ging mit leeren Händen nach Hause. Dank der Unterstützung der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, der Oldenburgischen Landesbank, von der Steuerberatungsgesellschaft Vogt & Vogt sowie vom Pflegedienst Janda erhielten alle am ersten Tag ein T-Shirt (von peakzone.de gesponsert), eine Hose und ein Paar Socken. Edeka Kuhlmann versorgte die Gruppe mit reichlich Obst, Müsliriegeln und Getränken. Der Deutsche Basketball Bund (DBB) und Ballside.com hatten zusammen mehr als 20 Preise ermöglicht.

„Wiedersehen 2019“

„Neben dieser Unterstützung freue ich mich auch über die Hilfe der Eltern aus Bad Essen, die uns dabei entlastet haben, die Kinder zwischen dem Haus Sonnenwinkel und der Halle hin und her zu fahren“, bedankte sich der Organisator. Auch im Haus Sonnenwinkel habe es ihnen an nichts gemangelt.

Ex-Profi Torrell Martin machte den Teilnehmern kurz vor der Abreise ein großes Kompliment: „In einem anderen Land junge Spieler trainieren und zu ihnen sprechen zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Ich weiß euren Fleiß, den ihr diese Woche gezeigt habt, sehr zu schätzen. Ich komme gern wieder hierher, weil ihr euch so ins Zeug legt. Ich hoffe, dass ich viele von euch 2019 wiedersehe.“

Freundlich und hilfsbereit

Geht es nach dem abschließenden Fragebogen, wären mindestens 48 der 50 Plätze jetzt schon vergeben. „Das motiviert uns enorm, sodass wir jetzt, nach einer kurzen Pause, schon mit den Planungen für 2019 beginnen werden“, sagte Lars Herrmann, der sich besonders über Philips Einschätzung nach dem Camp freute: „Lars war immer sehr geduldig, freundlich und hilfsbereit.“


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