Mehr als 160 Jungstörche Rekordjahr für Adebar auch in Wittlager Nachbarkreis

Von Andreas Schnabel, Norbert Wiegand und Martin Nobbe


Altkreis Wittlage. 2018 war nach Aussage von Experten ein sehr gutes, ja hervorragendes Storchenjahr. Im Wittlager und Osnabrücker Land, aber ganz besonders im westfälischen Nachbarkreis Minden-Lübbecke.

Das Rekordjahr für Adebar lässt sich in Zahlen im Altkreis Wittlage, aber auch im Raum Melle und im Wittlager Nachbaraltkreis Lübbecke ablesen.

Jeweils drei Jungstörche gibt es in Hunteburg, in Bohmte und Harpenfeld sowie deren vier in Wehrendorf. Der Storchenhorst in Mönkehöfen wurde zwar wiederholt angeflogen, aber geblieben ist Adebar in der Gemeinde Ostercappeln nicht und gebrütet wurde dementsprechend auch nicht. Der Horst bei Familie Wloch wird inzwischen von Turmfalken als Aussichtsplattform genutzt.

Was den Storchennachwuchs angeht, ist 2018 im Grönegau ebenfalls ein Rekordjahr. Zu den bereits etablierten Brutstörchen an der „Allee“ in Krukum und „In der Eue“ in Bakum sind in diesem Sommer drei weitere erfolgreich brütende Paare dazugekommen.

Sie finden sich auf dem „Hallau“ in Krukum, am Hof Mörixmann in Dratum-Ausbergen und ein weiteres Paar in Ahle direkt an der Grenze zu Groß Aschen. Derzeit machen insgesamt zehn Jungstörche Flugübungen auf ihren fünf Nestern oder sind bereits mit ihren Eltern unterwegs, so Volker Tiemeyer, Vogelexperte der Meller Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON).

Von einer „außerordentlich positiven Saison“ wird im Wittlager Nachbarkreis Minden-Lübbecke gesprochen. Auf mehr als 70 Horsten wurden sage und schreibe 168 Junge aufgezogen. 2017, schon ein Rekordjahr, waren es 135 Junge bei 65 Paaren gewesen. Der durchschnittliche Bruterfolg liegt statistisch damit bei. 2,24 Jungen pro Horstpaar, „Das ist für die hiesigen Verhältnisse absolut super“, teilt das Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche“ mit. 2 Junge sind mindestens notwendig für den Erhalt der Art.


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