Diakonieprojekt Zuhause in Bad Essen Wohnungen in Eielstädt noch nicht alle vergeben

Von Karin Kemper


Eielstädt. Stichtag ist der 1. Oktober 2018. Dann sollen die ersten Wohnungen des Bauprojektes „Zuhause in Bad Essen“ am Gräfin-Else-Weg in Bad Essen-Eielstädt bezogen werden.

Richtfest war im Februar gefeiert worden. Inzwischen ist viel geschehen. Deutlich erkennbar geht es vorwärts auf der Baustelle. Das lang gestreckte Gebäude präsentiert sich von außen schon in seiner endgültigen Form und Farbe. Es bietet insgesamt 20 betreute Wohneinheiten, deren Größe sich zwischen 51 und 100 Quadratmeter bewegt. Alles ist behindertengerecht gebaut. Hinzu kommen zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften. Auch dort sollen die ersten Mieter im Oktober einziehen. Die zweite Wohngemeinschaft folgt dann voraussichtlich zwei Monate später.

Bad Essener bevorzugt

Entgegen anderslautenden Gerüchten, so Martin Reutepöhler, Geschäftsführer der Zuhause in Bad Essen gGmbH, seien noch nicht alle Betreuten Wohneinheiten vergeben. Er sagt: „Wir haben uns vorgenommen, dass überwiegend an Rentner aus Bad Essen und Umgebung vermietet werden soll.“ Das heißt allerdings nicht, dass nicht auch Interessierte, die eine Beziehung zu Bad Essen und dem Wittlager Land haben, eine Chance haben.

Stichwort Mietkosten

Wichtig sei von Anfang an gewesen, so Reutepöhler, dass die Mietkosten für „normale“ Rentenempfänger tragbar sein müssten. Erste Entwürfe, die rund zwei Jahre zurückliegen, seien auf zu hohe Quadratmeterpreise deutlich jenseits der 10-Euro-Marke hinausgelaufen. Für den Geschäftsführer war klar: „Das machen wir nicht, das ist ein falsches Signal für den Diakonieverein Bad Essen.“

Noch Wohnungen frei

Die Vergabe der Wohnungen konnte erst erfolgen, als der frühestmögliche Einzugstermin und die Mietkosten feststanden. Entsprechend gab es eine Interessentenliste. Aktuell gilt nach Angaben von Reutepöhler, dass sich derzeit einige Bewerber eine Zeitspanne zum Überlegen erbeten haben. Und selbst, wenn alle zusagten, blieben noch einige wenige freie Wohnungen.

Für die zukünftigen Bewohner des „Zuhause in Bad Essen“-Projektes gilt, dass sie die Möglichkeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren (den Umfang bestimmt jeder selbst) und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung steht, der für alle nutzbar ist.

Öffentliches Beratungsbüro

Für das Betreute Wohnen wird es die Möglichkeit in Notfällen geben, 24 Stunden am Tag, jemanden zu erreichen. Außerdem wird ein öffentliches Beratungsbüro zum Leben im Alter, auf dem Quartiersgelände geschaffen mit speziellen Beratungszeiten nur für Bewohner des Betreuten Wohnens. Des Weiteren stehen zusätzliche Serviceleistungen gegen Entgelt, wie der offene Mittagstisch bei Simeon und Hanna oder hauswirtschaftliche Leistungen über den ambulanten Dienst der Sozialstation Wittlager Land, zur Verfügung.

Zwei Wohngemeinschaften

In den ambulant betreuten Wohngemeinschaften können je neun Bewohner leben. Eine Wohngemeinschaft wird sich aus demenziell eingeschränkten Bewohner zusammensetzen, in die zweite WG werden körperlich eingeschränkte Bewohner ein neues Zuhause finden.


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