Menschen zufriedener machen Bad Essenerin ist Klangschalentherapeutin aus Leidenschaft

Von Christa Bechtel

Sandra Ipolyi ist Klangschalentherapeutin aus Leidenschaft und möchte, dass die Menschen ein bisschen aus dem Alltag herauskommen und bei sich ankommen. Foto: Christa BechtelSandra Ipolyi ist Klangschalentherapeutin aus Leidenschaft und möchte, dass die Menschen ein bisschen aus dem Alltag herauskommen und bei sich ankommen. Foto: Christa Bechtel

Bad Essen. Als ihr 22-jähriger Bruder tödlich verunglückte, war Sandra Ipolyi 15 Jahre alt. Um diesen Schmerz zu verarbeiten begann sie, sich mit Reinkarnation, Spiritualität, Esoterik zu beschäftigen – und kam zu Reiki und Kinesiologie. Heute ist sie Heilpraktikerin für Psychotherapie, aber auch Klangschalentherapeutin.

„Das war schon ein einschneidendes Erlebnis“, blickt die gelernte Industriekauffrau zurück. Daher habe sie das Thema Psychologie sehr interessiert, sodass sie 2006 ihre Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie ablegte. „Obwohl ich eigentlich gerne etwas mit Kinesiologie machen wollte. Aber ich habe dann über eine Bekannte die Klangschalen kennengelernt, mit denen ich vorher überhaupt nichts am Hut hatte, erklärt sie schmunzelnd. Als sie selber eine Klangmassage erlebte, war sie so davon begeistert, dass sie mit ihrer Freundin Anja in diese Zusatzausbildung startete.

Etwas ganz Ursprüngliches

„Klang ist etwas ganz Ursprüngliches“, erläutert Sandra Ipolyi und weist auf den japanischen Parawissenschaftler Masaru Emoto hin. „Er hat das Wasser eingefroren, das er vorher mit verschiedenen Klängen bespielt, also energetisiert hat. Von diesem eingefrorenen Wasser hat er Fotos gemacht. Wenn man dann zum Beispiel Heavy-Metal-Musik höre und sich das anschaue, sei festzustellen: „Da sind überhaupt keine Strukturen drin. Hört man dagegen ein Stück von Mozart oder das Ave Maria, sind die schönsten kristallinen Strukturen zu erkennen“, so die gebürtige Bad Essenerin.

Einen Stein ins Wasser werfen

Von der Wirkungsweise her sei es mit den Klangschalen ähnlich. „Die Schwingungen breiten sich aus wie, als wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Das überträgt sich auf das Zellwasser im Körper und sie gehen damit in Resonanz“,so die Fachfrau. Wenn man beispielsweise einen Gong anschlage, „merkt man das deutlich, wie auch bei den Klangschalen. Vor allem, wenn man seine Hand dicht davorhält, beginnt der Körper an zu vibrieren, geht in Resonanz“, erklärt die Klangschalentherapeutin. Dadurch würden die Selbstheilungskräfte aktiviert und der ganze Körper bekomme eine Zellmassage.

Zu ihren Zielgruppen zählt im Prinzip jeder. „Ich habe sogar schon Schwangere bespielt. Obwohl man da ein bisschen vorsichtiger sein muss, was die Gongs betrifft, also nicht so intensiv. Aber für sie ist das auch sehr entspannend“, beschreibt die 42-Jährige, die zwar noch keine Babys bespielt hat, jedoch ihren vierjährigen Neffen. Als der Klang aus war, blieb er liegen und war völlig abgetaucht. Bei Kindern verbinde sie das gerne mit einer Fantasiereise, erklärt die Heithöfenerin.

Das ist ganz spannend

Wie reagieren die Menschen auf eine Klangmassage? „Unterschiedlich. Wer sich darauf einlassen kann, empfindet das meistens als sehr positiv, entspannend. Es gibt welche, die schlafen dabei ein, was nicht selten vorkommt. Die Meisten empfinden es so, dass man abtaucht, dann wieder etwas mehr mitbekommt, dann geht man wieder etwas tiefer weg – das ist ganz spannend. Es gibt aber auch welche, die hinterher sagen: Nein, das war jetzt gar nichts für mich“, gibt die Therapeutin zu.

Was bringt den Menschen solch eine Klangschalentherapie? Wie wirkt sie sich im Alltag aus? Ipolyi: „Sie sind entspannt. Manche hatten vorher Schlafstörungen und konnten anschließend besser schlafen. Kopfschmerzen gehen weg – und eine tiefe Ruhe hält den Tag über noch an. Aber wenn man dann wieder in den Alltag kommt, verläuft sich das irgendwann.“

Pläne und Ideen

Welche Pläne und Ideen möchte Sandra Ipolyi in Zukunft umsetzen? „Ich mache ja nicht nur die Klangmassage, sondern mein Hauptberuf ist Neugeborenen-Fotografie“, stellt sie dar, dass sie diese Tätigkeit seit über acht Jahren im Krankenhaus in Lübbecke für die Baby-Galerie ausübt. Zudem habe sie Ende 2017 die Ausbildung zum Kinder- und Jugendcoach abgeschlossen. „Da werden verschiedene Methoden genutzt, sodass ich die Klangschalen und Hypnose einsetzen kann“, definiert sie, dass man das hervorragend mit Klängen kombinieren kann.

Aus dem Alltag herauskommen

Für all das wünscht sie sich: „Dass ich den Menschen etwas Schönes geben, ihnen helfen kann. Damit sie ein Stück weit zufriedener, glücklicher sind, ein bisschen aus dem Alltag herauskommen und bei sich ankommen.“


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