Dorfnachmittag des Ortsrates Exkursion durch Ehlerts Fuchsiengarten in Wittlage

Von Eckhard Grönemeyer

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Kaffeetafel im Garten. Hans-Jürgen Ehlert (links) informierte die Gäste über Fuchsien und deren Geschichte. Foto: Eckhard GrönemeyerKaffeetafel im Garten. Hans-Jürgen Ehlert (links) informierte die Gäste über Fuchsien und deren Geschichte. Foto: Eckhard Grönemeyer

Wittlage. Der jüngste Wittlager Dorfnachmittag fand in reizvoller Kulisse in Ehlerts Fuchsiengarten statt. Hans-Jürgen Ehlert führte seine Gäste durch den liebevoll angelegten Garten. Die Vielfalt der Blüten bei den hängenden oder in Töpfen eingepflanzten Stamm-Fuchsien begeisterte die Teilnehmer.

Ortsbürgermeister Frank Bornhorst freute sich über die gute Beteiligung beim Wittlager Dorfnachmittag und dankte den Eheleuten Ehlert dafür, dass sie Hof und Garten für diese Begegnung bereitgestellt hatten. In den Dank einbezogen wurden Dagmar Rosemann und Veronica Molkenthin, die sich jeweils tatkräftig an der Ausrichtung der traditionsreichen Dorfnachmittage beteiligen. Ilse Ehlert hatte für ihre Gäste viele leckere Torten und Kuchen gebacken; für das gelungene Backwerk gab es viel Anerkennung.

Experte auf diesem Gebiet

Hans-Jürgen Ehlert, gelernter Metzgermeister und Betriebsleiter, entdeckte vor mehr als 40 Jahren seine Leidenschaft für Fuchsien. Als Autodidakt hat er sich fast wissenschaftlich mit der Aufzucht und Veredlung seiner „Lieblingsblume“ vertraut gemacht. Er darf mit Fug und Recht als Experte auf diesem Gebiet bezeichnet werden.

350 unterschiedliche Sorten

Bis noch vor zwei Jahren wuchsen wohl mehr als 350 unterschiedliche Fuchsien-Sorten im Garten. Die Familie beteiligte sich viele Jahre am Gartentraumsonntag und unzählige Gäste konnten in Wittlage die Gartenpracht bestaunen. Wie viel Arbeit die Unterhaltung eines solchen Gartenprojekts erfordert, kann ein Außenstehende kaum ermessen. Inzwischen hat Hans-Jürgen Ehlert – dem Alter geschuldet – reduziert auf etwa 160 Pflanzen. Alle Fuchsien sind mit einem plastifizierten Kärtchen gekennzeichnet, das den Namen der jeweiligen Pflanze sichtbar dokumentiert.

Kandis und Fuchsienblüten

Beim Rundgang durch den Garten scheint es fast so, als ob der Hobbygärtner jede einzelne Fuchsie mit Namen und ihrer Veredlungsgeschichte kennt, gleichsam einer individuellen Beziehung. Die Blüten der Fuchsien, die meist bei richtiger Pflege den ganzen Sommer über blühen, sind nicht giftig. Im Gegenteil; sie sind essbar, etwa in Marmelade oder als Verzierung auf Torten. Nach einem Geheimrezept stellte Ilse Ehlert auch einen „Aufgesetzen“ aus Doppelkorn, Kandis und Fuchsienblüten her, der einige Wochen ziehen musste und zwischendurch immer wieder geschüttelt wurde.

Wahrzeichen der Ortschaft

Nachdem Hans-Jürgen Ehlert seinen Gästen noch demonstriert hatte, wie Stecklinge als Ableger aufbereitet werden und viele Fragen der Wittlager beantworten wurden, dankte Ortsbürgermeister Frank Bornhorst der Familie Ehlert, die mit ihrem weithin bekannten Fuchsiengarten ein Wahrzeichnen der Ortschaft geworden seien.


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