Blühender Paradiesvogelstrauch Exotische Schönheit an der Bad Essener Bergstraße

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Bad Essen. Einen grünen Daumen hat sie, ihre Rosen, Pfingstrosen, Rhododendren und Azaleen ziehen die Blicke der Passanten auf sich. Besonders stolz aber ist Lieselotte Weimann auf ein Gewächs, dessen Namen erst einmal herausgefunden werden musste und das nicht aussah, als würde aus ihm jemals etwas werden.

Bei Weimanns an der Bergstraße wird eingeheizt. Nicht dass es Lieselotte und Heinrich Weimann an diesem Junitag kalt wäre, aber die Kirschen wollen eingeweckt werden und diese Arbeit verrichten die beiden immer in der Küche im Anbau, wo noch ein Kohlenherd steht und wo man mit den großen Töpfen so richtig hantieren kann. Sie sind ein eingespieltes Team. Seit vielen Jahren. Auch in ihrem weitläufigen Garten, der bis an die Straße „An der Riehe“ reicht und von blühenden Hecken und Rabatten gesäumt wird.

Souvenir aus Bulgarien

Am Haus, wo es geschützt ist und die Mauern von der Sonne erwärmt werden, stehen die Exoten: Agapanthus, Passionsblume, Oleander und ein Strauch, der durch sein filigranes Laub und seine opulenten Blüten sofort ins Auge fällt. Sein Name ist Lieselotte nicht bekannt, wohl aber kann sie zu der Pflanze eine Geschichte erzählen: „Gute Bekannte haben vor etlichen Jahren drei Ableger als Urlaubssouvenir aus Bulgarien mitgebracht und weiterverschenkt, nur unserer überlebte“. Darauf ist sie zu Recht ein bisschen stolz, räumt aber ein, dass auch sie es zwischenzeitlich fast schon aufgegeben hätte. Ihre Geduld wurde jedoch belohnt: Im vergangenen Jahr zeigten sich zum ersten Mal an der Pflanze Blüten, drei an der Zahl. Nochmaliges Umpflanzen und eine gute Portion Dünger brachten in diesem Jahr den Durchbruch, von dem selbst die erfahrene Hobbygärtnerin verblüfft ist: Über und über ist der Strauch mit Blüten und Knospen übersät, eine Pracht, die den ganzen Sommer zu halten verspricht.

Die Pflanze brauche viel Wasser, regelmäßig Dünger, sei aber ansonsten nicht zimperlich, außer dass sie, wie das nun einmal bei tropischen Kübelpflanzen so ist, nicht draußen überwintern kann, berichtet Lieselotte Weimann. „Sie überwintert bei uns in der Waschküche und kommt im April wieder ins Freie“.

Pflanzenliebhaberin

Die Namenssuche im Internet anhand ihrer Blatt- und Blütenmerkmale führte die Verfasserin schließlich zum Namen der Pflanze, der ihre exotische Anmutung sehr gut trifft: Pfauenstrauch oder Paradiesvogelstrauch wird das ursprünglich in Südamerika beheimatete Johannisbrotgewächs mit dem botanischen Namen Caesalpinia genannt. Bei Lieselotte Weimanns Exemplar dürfte es sich um die Sorte Caesalpinia Gilliesiia handeln, die durch ihre gelben Blütentrauben mit feuerroten Staubblättern besticht, und auch als „Yellow Bird Of Paradise“, also als gelber Paradiesvogel, bekannt ist.

Für Lieselotte Weimann spielte der Name bislang keine Rolle und wird es vermutlich auch weiterhin nicht. Für sie zählt die hingebungsvolle Pflanzenpflege und wenn dadurch alles wächst und gedeiht – oder wie sie es formuliert: „Ich mag jede Blume und jedes Gras, denn jedes Pflänzchen hat seine Schönheit.“


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