Schützenmajestäten proklamiert Bad Essen bleibt weiterhin eine Monarchie

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Bad Essen . Bad Essen bleibt Monarchie – Schützenmonarchie. Sogar dreifach. Kinderschützenkönig ist Jonas Enthof, Jugendkönig Jan Walkenhorst und Schützenkönig Michael Höckmann.

Dass das höchste Amt bei den Bad Essener Schützen nicht unbesetzt bleiben würde, stand bereits seit gut zwei Wochen fest. Die Entscheidung war auf der Luftgewehrschießsportanlage „Im Aßbruch“ gefallen. Buchständlich. Denn zunächst einmal kämpften die Schützen um die Fenderteile des schwarzen Adlers – bis schließlich nur noch der Rumpf und ein Flügel übrigblieben. Den alles entscheidenden Schuss brachte dann Michael Höckmann an, der entsprechend am Sonntagabend von Präsident Uwe Walkenhorst zum neuen Herrscher des Bad Essener Schützenvolkes proklamiert wurde. Als Königin steht ihm Julia Hausfeld zur Seite. Adjutanten sind Christian Schulte und Thomas Reichel, Ehrendamen Viola Wiechmann und Tina von dem Brinke.

Der Kinderschützenthron der Bad Essener ist offenbar auf den Geschmack gekommen. Während Jonas Enthof bereits als Adjutant Erfahrung gesammelt hatte, holte er jetzt den Adler von der Stange, ist in Bad Essen somit neuer Kinderschützenkönig. Ihm steht mit Janina Enthof eine erfahrene Königin an der Seite. Sie hatte sich nämlich im Jahr zuvor diesen Titel selbst geholt. Das Herrscherquartett wird durch Ehrendame Pia Niermeier und Adjutant Jannes Quade, der zuvor Prinzgemahl gewesen war, komplettiert.

Der Jugendthron war 2017 vakant geblieben. Das ist jetzt anders. Somit gibt es in Bad Essen gleich drei Majestäten. Die Ehre des Jungschützenkönigs sicherte sich Jan Walkenhorst, der sich Merle Wurps zur Königin erwählt, das Adjutantenpaar bilden Manuel Böttcher und Denise Ivemeyer.

Festakt im Ortszentrum

Vor der Proklamation fand der Festakt auf dem Kirchplatz statt – musikalisch begleitet von der Niedersachsenkapelle und dem Spielmannszug Schwagstorf. Vereinsvizepräsident Jens Quade ging auf die Bedeutung der mittlerweile 178-jährigen Geschichte des Schützenvereins ein. Die Ursprünge liegen im Mittelalter. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Schützenwesen in Vereinsform. „Zunächst in Süddeutschland“, so Quade. In Bremen und Norddeutschland folgten viele weitere Vereinsgründung, so wie in Bad Essen. Heute müssten sich die Vereine neuen Herausforderungen stellen und sich in einer Zeit mit vielen Freizeitangeboten zu behaupten. Quade rief die Bad Essener dazu auf, den Verein zu unterstützen. Ein Appell, dem sich Ortsbürgermeister Jens Strebe anschloss. Er bescheinigte dem Verein, mit den Neuerungen der vergangenen Jahre auf dem richtigen Weg zu sein. Der stellvertretende Wittlager Kreispräsident Dirk Sieker bracht es auf den Punkt: „Mein Appell an alle Bad Essener, zeigt Wertschätzung gegenüber dem Schützenverein, besucht das Schützenfest und unterstützt die unermüdliche Arbeit des Vorstandes, in dem ihr Mitglied werdet“. Sieker ehrte dann verdient Schützen. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Andrea Ivemeyer und Markus Reddehase die Ehrennadel in Silber. Die Ehrennadel in Gold für 40-jährige Mitgliedschaft gab es für Horst Friedrichs und Ralf Broscheit. Eine Ehrennadel in Gold für 60 Jahre im Schützenverein konnte Gerd Prystav entgegennehmen. Und für besondere Verdienste im Schützenverein wurde Robert Siemko die Ehrennadel Pro Patria verliehen. Und schließlich erhielt Elke Walkenhorst die Verdienstnadel in Silber des Schützenbundes Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. kem/orf


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