Immer ihren Beruf geliebt Bad Essens Schulleiterin Gabriele Spang im Ruhestand

Von Christa Bechtel

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Bad Essen. Bad Essen ist für Gabriele Spang ein zweites Zuhause geworden und ihr pädagogisches Konzept und ihr Leitungskonzept waren über 16 Jahre davon geprägt, eine Bildungspartnerschaft zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern aufzubauen. Das hob Schuldezernent Uwe Schönrock in seiner Rede hervor, mit der er die Schulleiterin der Grund- und Hauptschule in den Ruhestand verabschiedete.

„Ihre berufliche Laufbahn beginnt in Baden Württemberg und endet hier nach über 40 Jahren in Bad Essen“, erklärte Uwe Schönrock. 1971 nach ihrem Abitur hatte Gabriele Spang ihr Lehramtsstudium an der PH Saarbrücken und Karlsruhe aufgenommen. 1976 habe sie ihre erste Stelle an der Grund- und Hauptschule Philippsburg-Huttenheim angetreten, so der Schuldezernent. Zum Schuljahr 1986/87 sei sie an die Heiligenwegschule nach Osnabrück versetzt worden und zum 1. Februar 2002 habe sie die Leitung der Grund- und Hauptschule Bad Essen übernommen.

Geschicke der Grundschule

„Seit 2004 sind Sie als Rektorin für die Geschicke der Grundschule Bad Essen verantwortlich“, sagte Schönbrock, der Gabriele Spang bestätigte: „In den vielen Jahren haben Sie als Schulleiterin ihre Aufgabe in der Grundschule darin gesehen, Weichen zu stellen, Begabungen zu fördern und Schüler und Lehrer zu motivieren. Lehrer zu sein und erst recht, eine Schule zu leiten, das ist nicht irgendein Beruf, das ist kein Job, den man mit links erledigen oder beim Schließen der Bürotür auch die Gedanken an die Arbeit wegschließen kann.“ I

Rappelvolle Aula

Das Rahmenprogramm in der mit rund 350 kleinen und großen Gästen rappelvollen Aula gestalteten überwiegend die einzelnen Klassen sowie die Tanz AG. Die Moderation durch das Verabschiedungsprogramm übernahm Konrektor Alexander Fornol

„In 16 Jahren haben Sie innerhalb einer Familie mehrere Generationen begleiten können“, meinte Bad Essens Bürgermeister Timo Natemyer als Vertreter des Schulträgers, der weiter unterstrich: „Sie haben immer die Schüler im Blick gehabt.“ Daher dankte er Spang, aber auch dem gesamten Lehrerkollegium im Namen des Ersten Gemeinderates Carsten Meyer, Fachdienstleiterin Monika Kuhlmann sowie von Rat, Verwaltung und der Ortschaften im Einzugsbereich für die hervorragend geleistete pädagogische Arbeit. Natemeyer: „Mit der heutigen Struktur sind wir sehr modern und zukunftsfähig aufgestellt, was für alle drei Grundschulen gilt.“

Kinderhaus Wittlager Land

Elke Butzen-Wagner und Kerstin Treustedt, die das Grußwort nebst einem großen Foto von allen Kindern für den Schulelternrat überbrachten, hatten Kinder gefragt, was ihnen zur Schulleiterin einfalle. Deren Aussagen waren zum Beispiel: „Sie hat immer ein offenes Ohr für uns.“ „Sie hat die Augen und Ohren überall.“ „Sie kümmert sich um uns, passt auf uns auf, schimpft auch mal, aber freundlich.“ „Ich werde sie vermissen.“

Auf besondere Weise „Danke“ sagte Jana Steinkühler vom Kinderhaus Wittlager Land mit einigen Schülern. Im Namen des Schülerparlaments überreichte Michaela Walter mit einigen Kindern Gabriele Spang einen Wunschbaum. Sie bescheinigte der scheidenden Schulleiterin: „Du hast stets über den Tellerrand hinausgeblickt und bist mutig und engagiert neue Wege gegangen.“

Danke für Augenblicke

Vom Schulpersonalrat und im Namen des gesamten Kollegiums sagten Kerstin Ohk und Kerstin Bollendonk: „Du hast uns immer gezeigt, dass du deinen Beruf liebst.“ Danke für Augenblicke, Momente sagten einige Schüler, die Spangs Verständnis, ihr unerschöpfliches Wissen, ihr offenes Ohr und die gute Zusammenarbeit herausstellten.“

Nachdem das gesamte Kollegium sich ebenfalls mit vielen guten Wünschen, vor allem „Zeit zum Leben“ und Blumen verabschiedet hatte, überreichten sie Gabriele Spang als Rückzugsort eine Ruhebank. Am Ende sagte die frischgebackene Ruheständlerin allen danke, „die diese schöne Feier vorbereitet haben.“ Besonders lag ihr am Herzen: „Wir sind eine Schule, in der alle miteinander gut klar kommen, alle an einem Strang ziehen. Wir haben mit Humor zusammengearbeitet – und das war am Allerbesten.“


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