Fantasieerlebnisse mit Büchern Julius-Club 2018 in Bad Essen eröffnet

Von Christa Bechtel

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Bad Essen. Der Julius-Club in der Gemeindebücherei Bad Essen ist eröffnet. Zum vierten Mal beteiligt sich die Bücherei an dieser Aktion, die damit eine von vier Bibliotheken im Landkreis Osnabrück ist; in ganz Niedersachsen sind es 52.

Leiterin Birgit Dobschall freute sich, „dass wieder so viele mitmachen.“ Und besonders: Dass im elften Jahr die VGH Stiftung diese besondere Leseaktion während der Sommerferien unterstützt. Daher weilte auch Markus Otte aus Wallenhorst von der VGH-Regionaldirektion Osnabrück vor Ort.

Für jeden Geschmack

„Wir unterstützen das jedes Jahr, indem wir pro Bibliothek 100 Bücher finanzieren“, erläuterte Otte im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Bücher würden vom Stiftungsrat ausgewählt. „Damit nach Möglichkeit für jeden Geschmack etwas dabei ist“, so der VGH-Vertreter, der sich für den Julius-Club wünscht: „Dass die Kinder ans Lesen herangeführt werden und dass sie dann, wenn der Club zu Ende ist, auch weiter Lust am Lesen und Entleihen haben. Daher sind wir gerne bereit, die Kosten für die Bücher zu übernehmen.“ Otte: „Wir haben in den letzten vergangenen Jahren über 60.000 Kinder und Jugendliche gehabt, die im Julius-Club mitgemacht haben.“ Ansporn sei: „Wir versuchen immer wieder über unser Kuratorium die neueste Jugendliteratur herauszufischen, die auch tatsächlich jeden Geschmack trifft.“ Deswegen sei die Rückmeldung der Zehn- bis Vierzehnjährigen sehr wichtig“, meinte Otte, der hier auf den Julius-Blog verwies. Abschließend wünschte er den Kindern: „Tolle Fantasieerlebnisse mit den Büchern, die ihr euch ausleiht.“

In der Nähe zur Schule

Stellvertretend für Bürgermeister Timo Natemeyer begrüßte Ortsbürgermeister Jens Strebe die jungen Leseratten. Dabei blickte er auf 2010 zurück, als man die Bücherei direkt zur Grundschule verlagert habe. „Das war eine richtig gute Entscheidung, die Bücherei in die Nähe der Schule zu holen.“ So wie die Mädchen und Jungen nun während der Sommerferien Bücher lesen würden, ergehe es ihm auch. „Wenn ich in den Urlaub fahre, habe ich endlich mal Zeit, ein Buch zu lesen. Und das Schöne ist, dass ich dabei ein bisschen in die eigene Vorstellungswelt eintauche.“ Denn was der Autor schreibe bzw. beschreibe, „macht in meinem Kopf ein Bild, eine Geschichte und regt mich zum Nachdenken an.“

Tagebuch der Anne Frank

Nachdem Birgit Dobschall den Kindern die ersten spannenden, lustigen, märchenhaften oder gruseligen Bücher wie „Tagebuch eines Möchtegern-Versagers“, „Legendtopia – Im Bann der Zauberin“, „Das Tagebuch der Anne Frank“ als Comic oder „Amelie rennt“ – den gleichnamigen Film werden die Julianer während des Begleitprogramms genießen können – vorgestellt hatte, enthüllte sie mit ihnen die 100 Julius-Bücher. Darauf war der Run erst einmal groß. Sodann bekamen die Kinder ihren Clubausweis, „der wie ein Büchereiausweis funktioniert“, sagte die Büchereileiterin, die weiter hervorhob, dass am Ende der Sommerferien wieder verschiedene Diplome überreicht werden. Das Julius-Diplom erhalten Mädchen und Jungen, die in dieser Zeit mindestens zwei Bücher gelesen und bewertet haben. Denn bei der Ausleihe gibt es stets einen Bewertungsbogen dazu.

Das Vielleser-Diplom

Das Vielleser-Diplom erwerben Kinder, die fünf oder mehr Bücher geschafft haben. Wer möchte kann auch ein Kreativ-Diplom erwerben – und das geht so: Jeder, der sich über das reine Verfassen der Buchbewertungen hinaus kreativ betätigt hat, wie beispielsweise durch eigene Texte, Bastelarbeiten oder Kunstwerke, darf sich über dieses Diplom freuen. Freuen können sich die Club-Teilnehmer auch über ein tolles Rahmenprogramm, das Jahr für Jahr zum Julius-Club gehört. Wer sich ebenfalls dafür noch anmelden möchte, kann dies während der Öffnungszeiten in der Bücherei.


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